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Covid-19: Bundeswehrsoldat positiv auf Coronavirus getestet

Ein Soldat der Bundeswehr hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er könnte sich bei dem infizierten Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen angesteckt haben, heißt es in Medienberichten.

Ein Schild mit der Aufschrift "Flugbereitschaft MBVg Köln" steht am Militärflughafen Köln-Wahn in Köln (Nordrhein-Westfalen). Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen wird ein Soldat als Kontaktperson des Erkrankten auf eine mögliche Infektion getestet.

Ein Schild mit der Aufschrift "Flugbereitschaft MBVg Köln" steht am Militärflughafen Köln-Wahn in Köln (Nordrhein-Westfalen). Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen wird ein Soldat als Kontaktperson des Erkrankten auf eine mögliche Infektion getestet.

Picture Alliance / DPA

In Rheinland-Pfalz ist erstmals bei einem Patienten das neuartige Coronavirus festgestellt worden. Es handele sich um einen Soldaten, der im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt werde, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit.

Zuvor berichteten "Der Spiegel" und "Bild". Ein Schnelltest sei am Abend positiv ausgefallen, schreibt "Der Spiegel", und der Soldat werde nun in einem Krankenhaus der Truppe unter Quarantäne gestellt.

Demnach könnte er sich auf einer Karnevalssitzung bei Bekannten mit Sars-CoV-2 infiziert haben, heißt es weiter. Wie beide Blätter berichten, könnte es sich bei den Bekannten um das infizierte Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen handeln. Der Soldat war offenbar auf einer Karnevalsfeier, die das Paar besucht hatte, so "Der Spiegel".

Coronavirus: Militärflughafen vorübergehend geschlossen gewesen

Der Militärflughafen Köln-Wahn ist am Mittwoch aus Sicherheitsgründen im Zusammenhang mit dem Coronavirus vorübergehend geschlossen gewesen. Ein Soldat der Anlage, die auch Sitz der Flugbereitschaft ist, wurde auf eine mögliche Infektion getestet. Dieser Fall hat sich nun womöglich bestätigt.

Die Untersuchung laufe am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, sagte ein Luftwaffen-Sprecher in Berlin. "Weil es keine Symptome gibt, gilt er nicht als Verdachtsfall, sondern als Kontaktperson", sagte er. Der Soldat hatte auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf einer Karnevalsveranstaltung Kontakt zu einem Infizierten aus Nordrhein-Westfalen. 

Dort wurde ein 47 Jahre alter Mann in der Nacht zum Mittwoch in kritischem Zustand auf die Intensivstation der Uniklinik in Düsseldorf gebracht, dort wurde er isoliert. Er litt an einer Vorerkrankung. Auch dessen Ehefrau wurde positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Sie hat noch bis zum Freitag in einem Kindergarten. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien angewiesen worden, zu Hause zu bleiben, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Das infizierte Paar selbst hat zwei Kinder. Die Ergebnisse der Tests auf Coronaviren bei ihnen stehe noch aus, Symptome zeigten sie nicht.

Quellen: "Der Spiegel", "Bild", mit Material der Nachrichtenagentur DPA

fs

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