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Weltsgesundheitsorganisation Wo hat das Coronavirus seinen Ursprung? China gibt grünes Licht für WHO-Untersuchung

China hat den höchsten Stand der täglichen Corona-Infektionszahlen seit mehr als fünf Monaten gemeldet. In der nördlichen Provinz Hebei wurden am Donnerstag 51 Fälle gemeldet, am Tag zuvor waren in der Umgebung von Peking 20 Fälle gemeldet worden. In der Provinz wurde an provisorischen Teststationen Massentests durchgeführt. Das Staatsfernsehen CCTV zeigte Dutzende Anwohner, die in der Provinzhauptstadt Shijiazhung Schlange standen, um sich testen zu lassen. Die Behörden verhängten Reisebeschränkungen und Versammlungsverbote, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Seit Beginn der Pandemie verzeichnete China bislang knapp über 87 000 Corona-Fälle, Deutschland hingegen über 1,8 Millionen und die USA über 21 Millionen Fälle.
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Nach tagelanger Verzögerung hat China grünes Licht gegeben für den Beginn einer Mission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Erforschung der Ursprünge des Coronavirus. Die Suche ist politisch extrem heikel.

Nach einem längeren Tauziehen soll ein Team von Experten, das im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den Ursprüngen des Coronavirus suchen will, am Donnerstag in China eintreffen. Das berichtete Chinas Gesundheitskommission am Montag in Peking in einer Mitteilung, die nur aus einem Satz bestand. Gemeinsam mit chinesischen Wissenschaftlern sollen die Experten demnach untersuchen, ob das Virus zu seinem Ursprung zurückverfolgt werden kann.

Suche nach Ursprung des Virus politisch heikel

Um die Reise der Experten gab es bis zuletzt Gerangel. Erst vor einer Woche hatte die WHO mitgeteilt, dass China die Einreise blockiert habe. Daraufhin hatte Peking erklärt, dass noch Vorbereitungen getroffen werden müssten. Nach der Ankunft werden die Experten ohnehin zunächst zwei Wochen in Quarantäne gehen müssen, bevor ihre Arbeit vor Ort richtig weitergehen kann. Ob sie auch in die zentralchinesische Metropole Wuhan reisen, wo das Sars-CoV-2-Virus vor gut einem Jahr erstmals entdeckt worden war, muss sich zeigen. 

Die Suche nach dem Ursprung des Virus ist politisch extrem heikel. China fürchtet, als Schuldiger für die Pandemie angeprangert zu werden. Seit Monaten streuen chinesische Stellen auch Zweifel, ob das Virus überhaupt aus China stammt. Es wird auf unbestätigte Berichte verwiesen, dass es mögliche Infektionen schon vorher in anderen Ländern gegeben haben könnte. Auch werden heutige Viruspuren auf importierten Tiefkühlwaren als Hinweis darauf benutzt, dass das Virus aus dem Ausland gekommen sein könnte. Forscher vermuten hingegen vielmehr Fledermäuse aus Südchina als Ursprung. 

Mit dem Einreisetermin und der folgenden Quarantäne wird die Zeit für die WHO-Mission allerdings knapp, da am 12. Februar schon das chinesische Neujahrsfest begangen wird. Zu dem wichtigsten Familienfest der Chinesen schließen viele Institute und Unternehmen schon sehr viel früher, da die Mitarbeiter meist für ein bis zwei Wochen oder auch länger in ihre Heimatdörfer reisen. Das Land kommt über das Neujahrsfest praktisch zum Stillstand.

fs DPA

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