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Richtig Dampf ablassen

Es gibt viele Gründe, mal wieder tüchtig ins Schwitzen zu kommen: Ein Besuch in der Sauna schützt vor Erkältungen, sorgt für schöne Haut und wirkt als sanftes "Ganzkörper-Workout".

Mit einem Handtuch bekleidet, im dämmrigen Rotlicht, die Temparatur steigt und steigt - in der Regel auf 80°C bis 100°C: Herbst und Winter sind Saunazeit! Was sich wie Streicheleinheiten von unsichtbarer Hand herrlich prickelnd auf der Haut anfühlt, ist ein sanftes "Gesamtkörper-Workout": Durch die Wärme weiten sich die Blutgefäße, das Herz muss nun größere Blutmengen durch den Körper pumpen, die Pulsfrequenz steigt.

Die Hitze erzeugt sogar eine Art künstliches Fieber, das im Körper dasselbe bewirkt wie ein echtes: Die erhöhte Temperatur tötet Krankheitserreger ab. Gleichzeitig können sich die Muskeln entspannen, der Blutdruck sinkt, Stress fällt ab. Eine zusätzliche Hormonausschüttung führt zu einem wohligen Glücksgefühl.

Bei der anschließenden Abkühlung - der kalten Dusche oder dem Tauchbecken - verengen sich die Blutgefäße sofort wieder. Dieses Gefäßtraining macht den Körper stark gegenüber Wetter- und Temperaturschwankungen. Insbesondere Kreislauf und Durchblutung regt dieses Wechelbad von heiß und kalt an. Zudem werden die körpereigenen Widerstandskräfte mobilisiert.

Bessere Durchblutung sorgt für schöne Haut

Die verbesserte Durchblutung sorgt für ein schöneres Hautbild; das Schwitzen und die wiederholten Wasseranwendungen wirken zudem als sehr gründliche, aber schonende Körperreinigung: Die oberste Hornschicht der Haut quillt auf, verhornte Hautzellen lockern sich und können leicht abgespült werden. Selbstmassagen mit Massagebürsten während des Saunagangs steigern diesen Effekt.

Ein Geheimrezept für Sportler

Nach dem Sport kann Sauna auch einem Muskelkater vorbeugen - vorausgesetzt, man hat sich ausreichend erholt. Die Pulsfrequenz sollte vor dem Saunagang nicht höher liegen als bei etwa 100 Schlägen pro Minute. Bei Blutergüssen und Verletzungen ist von der Sauna abzuraten.

Die hohe Luftfeuchtigkeit weitet die Atemwege und gilt damit als Geheimrezept für Leistungssportler. Sie können beim Entspannen ihre Atemkapazität steigern - Ausdauertraining im Liegen.

Schwitzen ist nicht gleich schwitzen

Wer glaubt, Sauna habe stets etwas zu tun mit dem besonders warmen Dunkelkasten, auf dessen Holzbänken sich in Handtücher gewickelte Menschen räkeln, der irrt sich gewaltig. Das gesunde Schwitzen hat in den verschiedensten Ländern der Erde Tradition: Es gibt die sibirische Rauchsauna Banja, die finnische Sauna, das orientalische Schlammbad Rasul, das milde römische Caldarium. Der erste Hamam wurde im Mittelalter in Jordanien errichtet.

In den skandinavischen Ländern ist die Sauna sogar ein wichtiger Ort, um soziale Kontakte zu pflegen: Geschäftsleute fällen wichtige Entscheidungen dort gern bei Treffen in der Sauna.

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Shila Behjat
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