HOME

Lebensmittel: Foodwatch findet Mineralöl in Kinderriegeln

Kinderriegel von Ferrero können Mineralöle enthalten – das geht aus einem Foodwatch-Test hervor. Auch in anderen Süßigkeiten entdeckten die Verbraucherschützer den kritischen Stoff.

Kinder-Riegel von Ferrero

Gesundheitsgefahr durch Mineralöl? Foodwatch findet Rückstände in Kinder-Riegeln

hat 20 Süßigkeiten auf Schadstoffe getestet, darunter Schokolade und Chips. Etliche Produkte enthielten laut den Verbraucherschützern gesundheitsgefährdende Mineralöle, darunter Süßigkeiten von Lindt und Rübezahl.

Am stärksten waren Kinderriegel aus dem Hause Ferrero belastet: Sie enthielten laut Foodwatch die höchsten Werte gesättigter Mineralöle (MOSH) und aromatischer Mineralöle (MOAH). Beide Stoffe stehen im Verdacht, der Gesundheit schaden zu können. MOSH werden vom Körper aufgenommen und können sich in Organen anreichern. MOAH sollen das Ergbut schädigen und so Krebs verursachen können.

Problematik seit Längerem bekannt

Neu ist die Problematik nicht: Vor einigen Jahren hatte ein ähnlicher Test der Stiftung Warentest für Aufsehen gesorgt – die Prüfer hatten damals Mineralölrückstände in Adventskalenderschokolade gefunden. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschäftigt sich seit Längerem mit der Thematik und hat Ende vergangenen Jahres eine ausführliche Stellungnahme zu Mineralöl-Rückständen in Lebensmitteln veröffentlicht.

Demnach gehen die Schadstoffe aus recyceltem Verpackungsmaterial in Lebensmittel über. Kartons können aus Altpapier gefertigt sein, das aus Zeitungsdruckfarben enthält, schreibt das BfR. Ein Übergang sei "möglich und zu erwarten". Grundsätzlich seien solche Kontaminationen von Lebensmitteln jedoch unerwünscht und sollten minimiert werden.

ikr

Wissenscommunity