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Endlich clean Wie der Lockdown einem Kokain-Junkie half, seine Sucht zu besiegen


Jonathon Macleod verzweifelte jahrelang an seiner Kokainsucht, die ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Erst im Corona-Lockdown fand der Schotte die Kraft, sich von der Droge abzuwenden.

Kokain nimmt Jonathon Macleod schon seit er ein Teenager ist. Mit 15 Jahren probierte der Schotte zum ersten Mal die Droge aus, seitdem kam er nicht mehr davon los. Was als Abenteuer begonnen hatte, wuchs sich schnell zu einer echten Sucht aus. Mittlerweile ist Macleod 24 Jahre alt  – und seit einigen Monaten endlich clean.

Geholfen hat ihm dabei der Corona-Lockdown, berichtet das Portal "Unilad". Während das Herunterfahren des öffentlichen Lebens für viele Menschen eine starke Belastung darstellte, war es für Macleod der Schubs, den er brauchte, um seine Drogensucht zu besiegen. Zuerst hatte Macleod befürchtet, dass die Langeweile ihn wieder zum Koksen verführen könnte. Doch das Gegenteil war der Fall: Meistens hatte er im Pub und beim Fußball Kokain genommen. Diese Gelegenheiten fehlten dem Fan von Celtic Glasgow jetzt. Während des Sommers nahm Macleod erfolgreich an einem Entzugsprogramm teil.

Corona-Lockdown als Gelegenheit zum Drogenentzug

"Darüber zu sprechen und zuzugeben, dass ich Hilfe brauchte, hat mein Leben gerettet", sagt Macleod. Er habe sehr lange gebraucht, um zu verstehen, dass er nicht allein von der Droge loskommen könne. "Es war nicht einfach, aber es ist viel einfacher als das Leben, dass ich davor geführt habe."

Zuvor hatte sich der Großteil seines Lebens um Kokain gedreht. Am Anfang hatte die Droge ihm noch einen Kick gegeben, doch bald driftete Macleod in Depressionen und Schuldgefühle ab, wie er "Unilad" erzählte. Er habe das Gefühl gehabt, dass er es "nicht verdiene, zu leben". Verschiedene Versuche, einen Entzug zu machen, scheiterten. "Manchmal habe ich mit meiner ganzen Willenskraft versucht, aufzuhören. Aber ich habe es immer wieder getan. Oft habe ich geweint, während ich gekokst habe", schilderte er seine Lage.

Kokainsucht führte beinahe zum Suizid

Der Tiefpunkt brachte schließlich auch die Wende. In der schlimmsten Phase seiner Sucht fühlte sich Macleod "mehr tot als lebendig". Doch selbst nach einer Herzattacke kehrte er wieder zum Drogenkonsum zurück. In einer Nacht sei er sogar kurz davor gewesen, sich das Leben zu nehmen. Nur der Gedanke an seine Freundin habe ihn davon abgehalten. An diesem Punkt wurde ihm klar, dass er Hilfe brauchte.

Geholfen hat ihm haben die Treffen mit einer anonymen Gruppe von anderen Kokainsüchtigen. Mit ihnen zusammen erlernte Macleod Techniken, in schwierigen Situationen nicht sofort zum weißen Pulver zu greifen. Der Lockdown befreite ihn von Ablenkungen, so hatte der 24-Jährige viel Zeit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Jetzt fühle er sich endlich wohl in seiner eigenen Haut. Trotzdem weiß Macleod, dass er "noch lange nicht fertig" ist: "Ich muss jeden Tag an mir arbeiten."

Quellen: "Unilad" / Jonathon Macleod auf Twitter


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