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Gefährliche Rückstände: US-Reporterin schnupft Koks und gibt danach Baby die Brust

Sie soll Koks genommen und nur Stunden später ihr Baby gestillt haben: In den USA steht eine ehemalige TV-Reporterin mit ihrem Ehemann vor Gericht. Die Anklage lautet auf Kindesmissbrauch.

Koks in Muttermilch

Erkrankte das Kleinkind durch Koks-Rückstände in der Muttermilch?

Es sind schwere Anschuldigungen, die gegen US-Reporterin Krystin L. und ihren Ehemann Somchai L. erhoben werden: Das Paar, das für einen lokalen Fernsehsender im Bundesstaat Arizona gearbeitet hat, soll ihre vier Monate alte Tochter versehentlich unter Drogen gesetzt haben. Wie US-Medien berichten, wurde das Kleinkind positiv auf Kokain getestet.

Krystin und Somchai L. hätten ihre Tochter am 15. Mai in das Oro Valley Krankenhaus nahe der Stadt Tucson gebracht, berichtet unter anderem "Tucson Weekly". Sie erklärten, das Kleinkind wirke apathisch und würde "nicht mehr aufwachen". Außerdem würde die Kleine die Augen verdrehen, sodass nur noch das Weiße des Auges sichtbar sei.

Positiver Kokain-Test

Laut "Tucson Weekly" weigerte sich das Paar, eine Blutabnahme bei dem Kleinkind vorzunehmen. Das Krankenhaus entschied sich daraufhin, das Baby in das "Diamond Children’s Hospital" zu verlegen. Dort wurde das Kleinkind positiv auf Kokain getestet.

Gegenüber einem Sozialarbeiter soll Krystin L. schließlich zugegeben haben, dass sie und ihr Mann am Tag zuvor Koks genommen hatten, berichtet "Tucson Weekly". Zwölf Stunden später habe sie ihrem Baby die Brust gegeben. Sie habe nicht gedacht, dass das nach dieser Zeit noch Auswirkungen auf das Baby haben könnte, heißt es auf der Nachrichtenseite. Ob das Baby allerdings tatsächlich durch die Muttermilch erkrankt ist, ist unklar.

Am vergangenen Montag wurde das Paar nun in Arizona angeklagt - wegen des Besitzes gefährlicher Drogen und Kindesmissbrauchs. "Sie haben einen Fehler gemacht", erklärt Krystin L.'s Anwalt gegenüber dem US-Fernsehsender "KOLD News". "Sie stellen sich einem Prozess, um zu zeigen, dass sie großartige Eltern sind und dass sich dieser Vorfall nie wiederholen wird."

Schadstoffe gehen in Muttermilch über

Nach Angaben des "Stilllexikons" sollten drogenkonsumierende Mütter grundsätzlich nicht stillen, da sonst die Gesundheit des Babys gefährdet werden kann. Durch das Blut können Schadstoffe in die Muttermilch übergehen. Aus demselben Grund sollten stillende Mütter auch auf Alkohol und Zigaretten verzichten.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) warnt ebenfalls vor einem Drogenkonsum in der Stillzeit: "Psychoaktive Medikamente und Drogen könnten sich auf das spätere Verhalten und die intellektuelle Entwicklung ungünstig auswirken." Bislang gebe es allerdings nur wenige Studien zu den Langzeitfolgen für Babys.

ikr

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