VG-Wort Pixel

P.M. Fragen & Antworten Wo lauern im Alltag die meisten Krankheitserreger?

Krankheitserreger Erkältung Bakterien
Einen Schnupfen hat man sich schnell eingefangen. Doch wo lauern die meisten Krankheitserreger?
© Dirima/Getty Images
Im Alltag lauern überall Bakterien - und nicht immer dort, wo man es vermutet. Doch wo verstecken sich die meisten Krankheitserreger? P.M. Fragen & Antworten verrät es.

Viele Krankheiten starten mit einer harmlosen Berührung: zum Beispiel Schnupfen, Eiter, Brechdurchfall. Wir fassen verkeimte Flächen oder kranke Leute an und danach uns - das ist der gängige Übertragungsweg. Kein Wunder, dass wir beim Stichwort "hohe Keimbelastung" nervös werden: Die findet sich weniger auf dem stillen Örtchen, wo normalerweise nur zwölf Keime pro Quadratzentimeter lauern.

Alltagsgegenstände wie Zahnputzgläser und Handydisplays sind im Vergleich dazu regelrecht verseucht: Zwischen drei und vier Millionen Keime pro Quadratzentimeter sind hier an der Tagesordnung. Das größte Keimgedränge herrscht in Küchenschwamm (20 Mio.) und Kühlschrank (elf Mio.). Über die Gefährlichkeit sagen solche Zahlen allerdings erst mal gar nichts aus. Denn nicht die Menge der Keime ist entscheidend, sondern die Spezies: Kleben an einer Türklinke auch nur ein paar vereinzelte Noroviren, so nimmt das Unglück prompt seinen Lauf, weil dieser Virentyp hochinfektiös ist.

Zapfpistolen voller Krankmacher

Solche und ähnliche Krankheitserreger können uns an den unmöglichsten Stellen begegnen - beim Tanken etwa. Auf drei von vier Zapfpistolen sitzen Krankmacherkeime. Hauptgrund: Die Leute waschen sich zu selten die Hände, dadurch wird die Übertragungskette immer länger. Händewaschen ist eine echte Wunderwaffe im Kampf gegen Keime, wie Experten unermüdlich predigen. Nur so wird verhindert, dass Keime den Weg in die Erdnussschale oder den Bart schaffen.

Apropos Bart: Der war ja zwischenzeitlich auch als gefährliche Keimschleuder verschrien. Wie sich jedoch herausstellte, sitzen auf rasierten Gesichtern noch dreimal mehr Problemkeime - wahrscheinlich weil diese in den Mikrowunden nisten, die bei der Rasur entstehen. Egal ob Bartträger oder nicht: Am wichtigsten ist und bleibt die Handhygiene.

Diese und über 60 weitere spannende Fragen finden Sie in P.M. Fragen & Antworten Ausgabe 1/17. Jetzt im Handel.

P.M. Fragen&Antworten
© P.M. Fragen & Antworten

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker