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Ulm: Junge Mutter mit Leukämie: 28-Jährige braucht dringend einen Stammzellspender

Die junge Ärztin Annika Berger hat Blutkrebs. Erst vor fünf Monaten ist sie Mutter geworden. Ihre Tochter sehen darf sie allerdings nicht. Kein Wunder also, dass sie alles dafür tut, gesund zu werden. Doch der Weg ist lang – denn zunächst braucht sie eine Stammzellspende ihres genetischen Zwillings.

Erkrankte Mutter mit ihrem Mann und ihrem Kind

Annika Berger, Mutter der fünf Monate alten Louisa, hat Leukämie

Blutkrebs ist eine schwer zu behandelnde Form von Krebs. Die Chancen zu überleben, sind gering. Für Betroffene bestimmt häufig ein einziger Tag den Verlauf der Krankheit. Bei Annika Berger ist dieser Tag der 8. Juni. Ein Samstag, der über Leben und Tod entscheiden soll. An diesem Tag findet in Ulm eine öffentliche Registrierungsaktion der Knochenmarkspenderdatei DKMS statt. Hier können sich potentielle Stammzellspender registrieren lassen, um eventuell Blutkrebspatienten das Leben zu retten.

Der Grund für die Aktion ist traurig: Die 28-jährige Annika Berger leidet unter Leukämie. Dass eine Stammzellspende ihre einzige Überlebenschance ist, weiß sie nur zu gut, denn sie ist selbst Ärztin. Erst vor fünf Monaten wurde die junge Frau Mutter. Sehen oder in den Arm nehmen darf sie ihre fünf Monate alte Tochter Louisa allerdings nicht – denn sie macht zur Zeit eine Chemotherapie. Umso größer ist also ihr Wunsch, wieder gesund zu werden, berichtet die DKMS vergangene Woche in einer Pressemitteilung.

DKMS sucht Stammzellspender für junge Mutter

Ihr ganzes Leben war Annika Berger demnach eine sportlich aktive, backbegeisterte und lebensfrohe Frau. Ganz besonders klettern und Radtouren hat sie gern unternommen. Doch die Diagnose hat ihr Leben und das ihrer Familie aus dem Gleichgewicht gebracht. Und trotzdem ist sich die junge Mutter sicher: Sie will kämpfen, um die Krankheit zu besiegen. Ihre Freunde und Familie unterstützen sie dabei tatkräftig. Sie waren es auch, die die Registrierungsaktion zur Stammzellspende ins Leben gerufen haben. Eine Aktion, bei der sich nun potentielle Spender registrieren können, um mittels Wattestäbchen einen Wangenschleimhautabstrich zur Gewebeprobe abzugeben.

Auf der Suche nach einem genetischen Zwilling

Die 28-Jährige kann nur überleben, wenn sich ein Mensch mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen findet, der gleichzeitig auch zu einer Stammzellspende bereit ist, erklärt die DKMS. "Es ist wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden", fügt Bergers Cousine Kathrin Pfister hinzu.

Bisher ist die weltweite Suche nach dem genetischen Zwilling der jungen Ärztin allerdings erfolglos. Doch die Hoffnung bleibt ­– denn was für den potentiellen Spender nur eine kleine Tat ist, könnte für einen Leukämiepatienten die Rettung sein.  

Die Möglichkeit sich registrieren zu lassen und alle weiteren Informationen findet ihr hier: DKMS

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Quelle: "DMKS"

               


gho
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