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Los Angeles Maskenverweigerer stürmen Einkaufszentrum, während pro Stunde sechs Menschen an Covid-19 sterben


In Los Angeles droht das Gesundheitssystem zu kollabieren: Die Krankenhäuser sind voll – der Sauerstoff für Patienten knapp. Dennoch machten am Sonntag Maskenverweigerer gegen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes Stimmung.

Während im Bezirk Los Angeles County jede Stunde sechs Menschen an Covid-19 sterben, zieht am Sonntag eine kleine Gruppe vermeintlicher Verteidiger der Freiheit durch ein Einkaufszentrum im Geschäftsviertel der Stadt. Ihre Wut halten sie in Form selbstgebastelter Schilder in den Händen. Sie skandieren lautstark: "Keine Masken mehr." Analog zu ihren Rufen trägt keiner von ihnen eine Maske.

An einem Schuhgeschäft kommt es zu einem Disput zwischen einem Verkäufer und einem der Demonstranten. Der Verkäufer verwehrt dem Mann den Zutritt, weil er keine Maske trägt. Er zieht die Tür des Ladens zu. Daraufhin gestikulieren beide wild mit den Händen und schauen sich tief in die Augen. Angesicht zu Angesicht stehen sie sich gegenüber – nur getrennt durch eine Glasscheibe. Die Polizei beobachtet die Geschehnisse aus der Entfernung.

Laut LAPD wurde niemand verhaftet

Es ist eines der Videos, das in den vergangenen Tagen tausendfach auf Twitter geteilt und kommentiert wurde. In weiteren Aufnahmen sind mehrere Maskenverweigerer zu sehen, wie sie in einem Supermarkt in Los Angeles Unruhe stiften. Auch dort trägt keiner der vermeintlichen Demonstranten eine Maske.

Stattdessen legen sie sich mit dem Personal und anderen Kunden an. Eine Frau attackiert mit ihrem Einkaufswagen sogar einen jungen Mann, der sie angeblich zuvor geschlagen haben soll. Wie "Buzzfeednews" und die "Los Angeles Times" berichten, sei niemand verhaftet worden. Das sagte eine Sprecherin des Los Angeles Police Departments (LAPD) den beiden Medien.

Los Angeles stark vom Coronavirus betroffen

Im Westen der USA droht gerade das Gesundheitssystem zu kollabieren: Rettungskräfte im US-Bezirk Los Angeles dürfen wegen der Überlastung durch die Coronakrise bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Krankenhäuser bringen. Das geht aus einer Anordnung der Rettungsdienste hervor.

Laut Eric Garcetti, dem Bürgermeister von Los Angeles, infiziert sich derzeit alle sechs Sekunden eine neue Person mit dem Virus. Teilweise müssen Corona-Patienten in Geschenkartikelläden und Konferenzräumen behandelt werden, weil die Krankenhäuser völlig überlastet sind.

Quellen: "Buzzfeednews" / "Los Angeles Times" / Twitter / LA Public Health / Anordnung des Rettungsdienstes

rpw

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