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SARS: SARS - Verbreitung vermutlich durch Kakerlaken

Die lebensgefährliche Lungenkrankheit SARS hat sich in der Sieben-Millionen-Stadt Hongkong weiter ausgebreitet. Die Gesundheitsbehörde schloss nicht aus, dass Kakerlaken den Erreger über Abwasserrohre getragen haben könnten.

Die lebensgefährliche Lungenkrankheit SARS hat sich am Dienstag in der Sieben-Millionen-Stadt Hongkong weiter ausgebreitet. Die Gesundheitsbehörde schloss nicht aus, dass Kakerlaken den Erreger über Abwasserrohre in den dicht besiedelten Stadtteil Kowloon getragen haben könnten.

928 Infizierte in Hongkong

"Das Abwassernetz kann ein Grund sein", sagte der stellvertretende Direktor der Hongkonger Gesundheitsbehörde, Leung Pak Yin am Dienstag einem lokalen Rundfunksender. "Es ist möglich, dass die Kakerlaken das Virus in die Häuser getragen haben." In Kowloon sind den Behördenangaben zufolge in den vergangenen zehn Tagen mehr als 40 Menschen an SARS erkrankt. Insgesamt hat sich die Zahl der Infizierten in Hongkong binnen 24 Stunden um 45 auf 928 Menschen erhöht, 25 Menschen sind in der Millionenstadt bislang daran gestorben.

Geschwindigkeit der Ausbreitung überraschte Experten

Mit ersten Verdachtsfällen in Südafrika und Indien hat sich die Zahl der betroffenen Staaten weiter erhöht. Das "Schwere Akute Atemwegssyndrom" (SARS) tauchte Ende vergangenen Jahres erstmals in der südchinesischen Provinz Guangdong auf, wo die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch den Ursprung der Krankheit vermutet. Durch Flugreisende hat sich die neue Form der Lungenentzündung mittlerweile von Asien aus in mehr als 20 Länder ausgebreitet. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung hat selbst Experten überrascht. Weltweit starben bislang 103 Menschen an SARS, rund 2800 Personen haben sich infiziert. Die meisten Fälle gibt es in Zentralchina, Hongkong und Singapur - dort ist mittlerweile in fünf der sechs größten öffentlichen Krankenhäuser auch das Personal von SARS angesteckt.

Bei der Krankheit treten zunächst Symptome einer Erkältung auf und es kann zu einer schlimmen Lungenentzündung kommen. SARS verläuft aber mit einer Sterblichkeitsrate von rund vier Prozent weitaus seltener tödlich als Influenza.

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