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P.M. Fragen & Antworten: Der Schlüssel ist weg - aber wie finde ich ihn am schnellsten wieder?

Wo ist mein Schlüssel? Diese Frage stellen sich jeden Tag Millionen Menschen, wenn sie gerade aus dem Haus wollen. P.M. Fragen & Antworten verrät, wie man ihn am schnellsten wiederfindet - und andere Dinge natürlich auch.

Eine junge Frau freut sich, endlich ihren Schlüssel wiedergefunden zu haben

Da ist er ja endlich!

Ob Tür- oder Autoschlüssel - auch ordentlichen Menschen passiert es ständig : Man will weg und findet die Schlüssel einfach nicht. Obwohl es - idealerweise - feste Plätze dafür in der Wohnung, im Büro oder in der Handtasche gibt. Nun beginnt das Suchen. Aber wie gehen wir dabei vor? Dieser Frage hat die Psychologin Anna Nowakowska von der Universität Aberdeen mehrere Untersuchungen gewidmet. Dabei sollten Probanden auf einem Bildschirm leichte und schwerere Suchaufgaben lösen. Eine Infrarotkamera zeichnete ihre Augenbewegungen auf.

"Wir entdeckten, dass die Teilnehmer insgesamt ziemlich ineffektiv suchten", beschreibt Anna Nowakowska ihre Ergebnisse. Die Hälfte der Zeit hätten die Probanden da gesucht, wo es sehr unwahrscheinlich war, fündig zu werden. Sie verglich das mit der Situation, wo man die Wahl hat, seinen Schlüssel auf einem fast leeren Schreibtisch oder dagegen auf einem Tisch voller Krimskrams zu suchen. Die richtige Strategie wäre, vor allem den vollen Tisch zu durchsuchen - genau das taten die Probanden aber nicht. Die meisten Teilnehmer verteilten ihre Suche auf beide "Tische" und verloren damit Zeit. Nicht kopflos suchen, sondern im Gegenteil kühlen Kopf bewahren und nachdenken, bevor man sich auf die Suche macht - so eine Empfehlung der Psychologin.

Nicht sofort loslegen

Das bestätigt auch der Autor Professor Michael Solomon. Er hat sich mit den Strategien beschäftigt, wie man Objekte, auch andere als Schlüssel, am effektivsten sucht. Die für ihn wichtigste Vorgehensweise: nicht sofort mit der Suche beginnen, sondern sich erst mental eine Vorstellung davon machen, wo der Gegenstand liegen könnte. Weitere Tipps: immer wieder den Namen des gesuchten Objekts aufsagen; es auch intensiv dort suchen, wo es normalerweise verwahrt wird und vielleicht nur verborgen ist; zurückdenken und sich selbst nachlaufen, die letzten Wege im Haus also wiederholen. Laut Solomon gibt es keine verlorenen Dinge, nur unsystematische Sucher.

Diese und über 60 weitere spannende Fragen finden Sie in P.M. Fragen & Antworten Ausgabe 11/17. 

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