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P.M. Fragen & Antworten: Von wegen sauber: Sind Waschmaschinen in Wahrheit Keimschleudern?

Wenn die frische Wäsche aus der Maschine kommt, ist sie fleckenfrei und riecht gut - aber ist sie auch wirklich sauber? Oder steckt sie nun im Gegenteil voller Keime? P.M. Fragen & Antworten erklärt es.

Eine Frau schaut entgeistert in ihre Waschmaschine

Ist die Wäsche wirklich sauber?

Bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad vermehren sich Bakterien explosionsartig. Nicht umsonst ist der Kühlschrank im Sommer ganz besonders wichtig - in der warmen Luft werden Lebensmittel schnell schlecht, was nichts anderes bedeutet als: keimverseucht. Dieses biologische Prinzip, dass ein feuchtwarmes Milieu das Keimwachstum begünstigt, gilt leider auch hinter verschlossenen Waschmaschinentüren. Darüber muss man sich im Klaren sein, wenn mit Blick auf die Stromrechnung immer häufiger der "Kuschelwaschgang" gewählt wird.

Bei 30 Grad oder weniger können dank moderner Waschmittel-Rezepturen heutzutage zwar erstaunlich viele Flecken beseitigt werden. Den Keimen rückt man so allerdings nicht wirklich zu Leibe. Mehrfach konnte bereits gezeigt werden, wie sich Krankheitserreger bei der 30-Grad-Wäsche vom ursprünglich kontaminierten Wäschestück auf den gesamten Maschineninhalt verteilen. Bei 60 Grad ist die Gefahr ungleich geringer.


Zu kalt, zu mild

An verkeimter Wäsche sind aber nicht nur niedrige Temperaturen schuld, sondern auch milde Waschmittel: Während Vollwaschmittel Bleichmittel und somit eine echte Wunderwaffe gegen Mikroben enthalten, schmecken die bleichmittelfreien Color- und Feinwaschmittel, nach denen die meisten modischen Kleidungsstücke verlangen, den Keimen und Pilzen eher gut. Einen überzeugenden Eindruck vermittelt ein Blick in die Einspülkammer, wo sich verdächtig fette Biofilme abzusetzen pflegen.

Trotzdem: Kein Grund zur Panik. Wenn daheim keiner Grippe, Brechdurchfall, eine Pilzerkrankung oder beruflichen Kontakt mit Problemkeimen (MRSA...) hat, reicht es aus, Waschmaschine samt Einspülkammer regelmäßig zu putzen - und mindestens einmal pro Monat den 60-Grad-Gang anzuwerfen.

Diese und über 60 weitere spannende Fragen finden Sie im aktuellen Heft P.M. Fragen & Antworten Ausgabe 5/17. Jetzt im Handel.

Das Cover der Zeitschrift P.M. Fragen & Antworten im April 2017

Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?