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Erholsame Nachtruhe: Warum es gesund ist, auf der linken Seite zu schlafen

Wie wir uns betten, ist eine Frage des persönlichen Komforts. Doch auch für die Gesundheit kann die Schlafposition eine Rolle spielen. Linksschläfer besitzen einen entscheidenden Vorteil.

Eine Frau schläft im Bett.

Linksschläfer beugen Sodbrennen vor

Ob auf dem Rücken, dem Bauch oder auf der Seite: Fast jeder Mensch besitzt eine präferierte Lage, in der er besonders gut schlafen kann. Aus wissenschaftlicher Sicht haben jedoch besonders die Menschen, die auf der linken Seite liegen, einen Vorteil: Sie bekommen seltener Sodbrennen.

Der Grund dafür liegt in unserer Anatomie: Schlucken wir Nahrung, wandert diese durch die Speiseröhre und landet im Magen. Bevor der Speisebrei dort ankommt, muss er jedoch noch eine Biegung passieren: Die Speiseröhre verläuft vor dem Magen leicht nach links und mündet in der rechten Seite des Magens. 

Liegen wir auf der rechten Seite, können Speisebrei und Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen, weil sich dort der Mageneingang befindet. Auf der linken Seite passiert das nicht so schnell. Experten schätzen, dass Rechtsschläfer etwa doppelt so häufig einen Reflux, also Sodbrennen, entwickeln als Linksschläfer. Treten die Beschwerden nachts auf, kann es deshalb sinnvoll sein, sich auf die linke Seite zu drehen. Vielen Reflux-Geplagten hilft es auch, mit erhöhtem Kopfende zu schlafen.

Menschen mit Vorerkrankungen des Herzens sollten jedoch noch einmal Rücksprache mit ihrem Arzt halten, ob die Linksseitlage für sie in Frage kommt. Der Grund: In Linksseitlage muss das Herz etwas kräftiger arbeiten. Ein gesundes Herz kann das jedoch problemlos kompensieren.

Wie lässt sich Sodbrennen vorbeugen?

Neben Medikamenten können Reflux-Geplagte versuchen, das Sodbrennen durch kleine Veränderungen im Alltag in den Griff zu bekommen. Dazu zählen: nur wenig Alkohol trinken und mit dem Rauchen aufhören.

Mehrere kleine fettarme, aber eiweißreiche Mahlzeiten über den Tag verteilt sind bekömmlicher als fettreiche große Portionen. Bei empfindlichen Menschen können zudem bestimmte Lebensmittel auf den Magen schlagen. Kaffee zählt dazu, Alkohol, Pfefferminztee, Fruchtsäfte, Wasser mit Kohlensäure und Tomatensoße. Sie kurbeln die Magensäureproduktion an oder entspannen den Schließmuskel der Speiseröhre.

Betroffene sollten eher zu breiigen Speisen wie Kartoffelbrei greifen, da diese die Magensäure binden. Und für die Abendstunden gilt: Nicht sofort nach dem Abendessen hinlegen, sondern lieber noch einige Stunden warten. Dann ist der Magen für die Nachtruhe nahezu leer.

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ikr
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