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Hände desinfizieren Stiftung Warentest: Welche Desinfektionsmittel helfen gegen das Coronavirus?

Desinfektionsmittel Coronavirus Stiftung Warentest
Nicht jedes Desinfektionsmittel hilft auch gegen Coronaviren. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten auf bestimmte Bezeichnungen auf der Verpackung achten.
© Drazen Zigic / Getty Images
Viele Menschen desinfizieren sich die Hände, um sich zusätzlich gegen das Coronavirus zu schützen. Wie sinnvoll sind Desinfektionsmittel? Und auf welche Bezeichnungen sollten Verbraucherinnen und Verbraucher achten? Stiftung Warentest gibt Antworten. 

Sie baumeln an Handgriffen von Kinderwagen, stehen am Eingang von Restaurants oder Arztpraxen: Desinfektionsmittel sind in der Pandemie zu ständigen Begleitern geworden – neben Maßnahmen wie Abstand halten und Maske tragen. Stiftung Warentest hat die Alltagshelfer näher unter die Lupe genommen und gibt Tipps, wann ihr Einsatz sinnvoll ist und wie Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen, dass die Mittel auch gegen das Coronavirus helfen. Denn: Desinfektionsmittel ist nicht gleich Desinfektionsmittel.

Die Prüfer empfehlen die Mittel vor allem für den Gebrauch unterwegs: in Supermarkt, Bus und Bahn, oder immer dann, wenn keine Möglichkeit besteht, sich die Hände mit Seife und Wasser zu waschen. Insbesondere zu Hause reiche es aber, die Hände regel­mäßig zu waschen, betont Stiftung Warentest. "Mindestens 20 Sekunden lang, mit Seife oder milder Wasch­lotion."

Abwischen? Besser nicht

Richtig angewendet, können Desinfektionsmittel dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen, betont Warentest. Damit die Mittel ihre volle Wirkung entfalten können, müssen die Hände vollständig und üppig benetzt werden, von den Fingerspitzen, über die Fingerzwischenräume, Handflächen, Handrücken bis zu den Handgelenken. Wichtig dabei: Die Hände im Anschluss an der Luft trocknen lassen. Wer die Mittel mit Papier- oder Stoffhandtüchern abwischt, riskiert, dass sie nicht optimal wirken.

In Supermärkten, Drogerien und Apotheken gibt es Desinfektionsmittel häufig als Gele, Lösungen und Sprays zu kaufen. Als Wirkstoff enthalten sie meist Ethanol, also Alkohol. Hier lohnt ein erster Blick auf das Kleingedruckte: Denn damit Desinfektionsmittel gegen behüllte Viren wie das Coronavirus wirken, müssen sie mindestens 63 Gramm Ethanol enthalten. Allerdings geben nicht alle Hersteller den Alkoholgehalt auf der Verpackung an. Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher dann erkennen, ob die Mittel auch gegen das Coronavirus helfen?

Desinfektionsmittel gegen das Coronavirus: Auf diese Bezeichnungen sollten Sie achten

Aufschluss geben weitere Bezeichnungen, etwa der Hinweis "begrenzt viruzid". Diese Desinfektionsmittel wirken gegen behüllte Viren (u.a. Coronavirus, Grippe-Viren). Sind Desinfektionsmittel als "viruzid" ausgewiesen, helfen sie zusätzlich gegen unbehüllte Viren, etwa das Norovirus. Auch Bezeichnungen wie "wirkt gegen behüllte Viren" oder "gegen spezielle Viren" zeigen laut Warentest an, dass die Mittel wirksam gegen das Coronavirus sind. Hinter dem Zusatz "spezielle Viren" versteckt sich laut Warentest eine Sammelbezeichnung gegen Coronaviren oder behüllte Viren.

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Allerdings sollte man sich nicht ausschließlich auf die Wirkung von Desinfektionsmitteln verlassen. Das Coronavirus verbreitet sich vor allem durch sogenannte Aerosole – feinste Schwebestoffe in der Luft, an denen Viren haften können. Das Tragen hochwertiger Masken in Innenräumen ist daher eine wichtige Schutzmaßnahme, ebenso wie regelmäßiges Lüften und Abstand halten. Desinfektionsmittel können diese Maßnahmen aber ergänzen und schützen zusätzlich vor weiteren Keimen, etwa Grippe- und Erkältungserregern.

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Den vollständigen Warentest-Text können Sie hier nachlesen.


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