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Vogelgrippe Niederlande verbieten Geflügel-Transporte


In den Niederlanden ist ein neuer Fall der Vogelgrippe aufgetreten. 150.000 Hühner einer Mastanlage in Hekendorp werden nun getötet. Es ist nicht die einzige Vorsichtsmaßnahme gegen die Ausbreitung.

Aus Furcht vor einem unkontrollierbaren Ausbruch der Vogelgrippe haben die Niederlande am Sonntag einen vorübergehenden Transportstopp für Geflügel verhängt. Grund dafür sei der Fund eines bei Labortests als "hochansteckend" eingestuften Virenstamms in einer Mastanlage in Hekendorp, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Deren kompletter Hühnerbestand von rund 150.000 Tieren werde vorsichtshalber vernichtet.

Um was für einen Virusstamm es sich genau handelt, stehe noch nicht fest, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings sei eine Übertragung auf den Menschen möglich.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde der Transport von Geflügel, Eiern und Geflügelexkrementen durch die Niederlande bis auf Weiteres untersagt. Das Verbot soll nach maximal 72 Stunden aufgehoben werden, in einem Radius von zehn Kilometern um die betroffene Zuchtanlage aber bis zu 30 Tage gültig bleiben. Innerhalb dieser Zone befinden sich noch 16 weitere Mastbetriebe.

Neue Vogelgrippe-Variante H5N6

Im September hatte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vor der neuen Vogelgrippe-Variante H5N6 gewarnt, die hochansteckend sei. Anfang dieses Monats tauchte in Deutschland dann erstmals innerhalb Europas ein weiterer Erregerstamm namens H5N8 auf. Bis dahin hatte die aktuelle Vogelgrippe Epidemie als rein asiatisches Phänomen gegolten.

Im Jahr 2003 waren die Niederlande schwer getroffen worden vom H7N7-Virus. Damals ließen die Gesundheitsbehörden nach Medienberichten 30 Millionen Tiere in Geflügelbetrieben vernichten.

tkr/AFP AFP

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