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Ekliges Souvenir: Wurm frisst sich durch Fuß - der Urlaubs-Albtraum eines kanadischen Paares

Sie gingen am Strand spazieren - dann begannen ihre Füße zu jucken. Auf Facebook berichtet ein kanadisches Paar von einem Urlaubstrip, der mächtig schief ging. 

Hakenwurm

Parasit Hakenwurm

Getty Images

Strandfotos, Postkarten und jede Menge schöne Erinnerungen - das sind Souvenirs, die wohl jeder gerne aus einem Urlaub mitnehmen möchte. Anders erging es einem kanadischen Paar aus Windsor, Ontario. Katie Stephens und Eddie Zytner urlaubten in Punta Cana an der Ostküste der Dominikanischen Republik - einem Traum-Reiseziel mit weißen Sandstränden, Palmen und kristallklarem Wasser. Die beiden kehrten allerdings mit ungebeten Gästen im Gepäck zurück. Genauer gesagt: in ihren Füßen.

Der Urlaubs-Albtraum des Paares begann mit einem Spaziergang am Strand. Nach dem Ausflug begannen die Füße des Paares zu jucken. Die beiden dachten zunächst, sie seien von Insekten gebissen worden. So erzählt es das Paar auf Facebook. Also kratzten sie.

Die Füße juckten auch noch, als das Paar längst wieder nach Kanada zurückgekehrt war. Am vierten Tag nach ihrer Rückkehr schwollen die Füße zusätzlich an. Es bildeten sich Blasen. Und auf ihrer Haut zeichneten sich Linien ab, die wie Tunnel aussahen. Stephens und Zytner konnten nur noch an Krücken gehen. An das Tragen von Socken oder Schuhen war überhaupt nicht mehr zu denken.


Hakenwürmer kommen vor allem an tropischen Stränden vor

Ein Arzt stellte schließlich die Diagnose: Das Paar litt an "kutaner Larva migrans". Dabei handelt es sich um eine recht häufige Hautkrankheit, die nach Aufenthalten an tropischen Stränden auftreten kann. Der Befall wird meist durch die Larven von Hakenwürmern verursacht. Die Parasiten dringen in die Haut ein und beginnen schließlich zu wandern. Der Mensch ist ein Fehlwirt des Hakenwurms. Er befällt für gewöhnlich Hunde und Katzen.

Nach Angaben des "Centers for Disease Control and Prevention" (CDC) werden die Larven übertragen, indem Urlauber barfuß über kontaminierte Erde oder Sand laufen. Die Larven können aber auch in die Haut eindringen, indem sich Urlauber auf den Sand setzen. Die Experten raten daher, ein Handtuch unterzulegen und Schuhe zu tragen.

"Tragt Schuhe"

"Larva migrans" ist selbstlimitierend beim Menschen, das heißt: Die Larven sterben nach etwa fünf bis sechs Wochen von selbst ab. Es stehen jedoch auch Mittel zur Verfügung, die die Larven abtöten.

Nach Angaben der "Washington Post" befindet sich das Paar auf dem Weg der Besserung. Die beiden haben anti-parasitäre Medikamente erhalten. 

Auf Facebook gibt Katie Stephens anderen Reisenden einen guten Rat mit auf den Weg: "Wer auch immer gerade plant, in die Tropen zu reisen: Seid vorsichtig, wenn ihr euch im Sand aufhaltet und tragt Schuhe!" Sollten die Füße anfangen, zu jucken, rät sie jedem Reisenden, sofort einen Arzt aufzusuchen. "Wir dachten, wir wären nur von Wanzen gebissen worden."

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ikr

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