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Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherungen – so finden Sie den passenden Tarif

Frau beim Zahnarzt
Eine neue Krone oder ein Implantat können teuer werden. Zahnzusatzversicherungen tragen die Kosten zum großen Teil.
© RossHelen / Getty Images
Auf dem Zahnarztstuhl kann es für Patient:innen schnell teuer werden, wenn eine neue Krone oder ein Inlay her muss. Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Kosten zum größten Teil.

Ob eine Krone oder gar ein ganzes Implantat – wer einen Zahnersatz benötigt, muss oft tief in die Tasche greifen. Mehr als 1000 Euro mussten gesetzlich Versicherte im Alter zwischen 60 und 80 Jahren pro Zahnersatzversorgung 2019 aus eigener Tasche bezahlen, zeigt eine Studie der Barmer. Die gute Nachricht: Eine Zahnzusatzversicherung kann sich für viele gesetzlich Versicherte lohnen. Stiftung Warentest hat 267 Tarife verglichen. Ganze 111 Zahnzusatzversicherungen erhielten die Note "sehr gut".  

Da die gesetzliche Krankenkasse sich bei Kronen, Inlays oder Implantaten nur mit einer sogenannten Regelversorgung beteiligt, wird es für Versicherte oft teuer. Denn: Diese Versorgung entspricht dem medizinischen Standard des jeweiligen Befundes. Die Krankenkasse übernimmt dabei einen festen Betrag – unabhängig davon, ob jemand ein Implantat oder nur eine Metallbrücke wählt. Das Resultat: Der Kassenzuschuss deckt oft weniger als ein Drittel der Gesamtkosten ab.

Ältere zahlen höhere Beiträge

Für solche Fälle können sich Zahnzusatzversicherungen lohnen, um nicht auf einen Schlag Hunderte oder Tausende Euros für den Zahnersatz zahlen zu müssen. Generell gilt, dass sich eine solche Police auch bei älteren Personen noch lohnen kann. Am besten sollte die Versicherung abgeschlossen werden, wenn noch alle Zähne und das Gebiss in Ordnung sind. Und in jüngeren Jahren sind die monatlichen Beiträge meist niedriger. Wichtig: Für anstehende Behandlungen zahlen die Zahnzusatzversicherungen meist nicht. Die Stiftung Warentest warnt davor, anstehende Behandlungen beim Antrag zu verschweigen – die Versicherer würden die Angaben beim Zahnarzt oder der Zahnärztin überprüfen.

Welcher Tarif der beste ist, hänge von den Lebensumständen ab. Die Tester haben dafür Versicherte in drei Gruppen eingeteilt und die Preise für eine versicherte Person im Alter von 43 Jahren errechnet. Wer mit einer Zahnzusatzversicherung nur den Eigenanteil abdecken möchte, ist mit dem Tarif "Plan Z3" von Generali am besten dran. Er erhält das Testurteil "gut" und kostet 12 Euro monatlich. Passende Tarife gibt es ab sechs Euro monatlich für 43-Jährige.

Wer aus finanziellen Gründen nicht auf den günstigsten Zahnersatz zurückgreifen will, kann sich mit einer Zusatzversicherung wappnen. Dieser Kundentyp muss laut Stiftung Warentest nicht mehr als 30 Euro im Monat für einen guten Tarif zahlen. In dieser Kategorie erhalten der Tarif "EZ+EZT" von Hanse Merkur und "CEZP-U" von Continentale ein "sehr gut" und kosten monatlich 27 beziehungsweise 29 Euro. Versicherte, die auch bei sehr teurem Zahnersatz wie Implantaten keine hohen Kosten tragen möchten, wählen am besten einen Rundumschutz. Diese Tarife kosten monatlich zwischen 22 und 58 Euro bei dem Eintritt mit 43 Jahren. Mit zunehmendem Alter steigen bei fast allen Policen die Kosten. In dieser Kategorie gibt es 26 Tarife, die mit der Bestnote abgeschnitten haben.  

Nicht für jeden lohnt eine Zahnzusatzversicherung

Wer ein sehr geringes Einkommen hat, dem raten die Tester von einer Zahnzusatzversicherung ab. In diesen Fällen zahlt die Krankenkasse auf Antrag alle Kosten der Regelversorgung. Diese Regelung gilt für Alleinstehende mit einem Bruttoeinkommen von 1316 Euro monatlich oder weniger und für Paare mit einem Kind mit einem Haushaltseinkommen von 2138,50 Euro monatlich. Auch betroffen von der Härtefallregelung sind Menschen, die von Arbeitslosengeld II leben, Grundsicherung oder Bafög beziehen. Auch wer ein etwas höheres Einkommen hat, sollte laut Stiftung Warentest die Krankenkasse nach höheren Zuschüssen fragen. Die Krankenkasse muss Versicherte beraten.

Wer regelmäßig zur Kontrolle zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin geht, sollte das Bonusheft ausfüllen lassen. Wer fünf Jahre in Folge die Kontrolltermine nachweisen kann, bekommt ab dem sechsten Jahr statt 60 Prozent nun 70 Prozent Zuschuss zur Regelversorgung.

Den ganzen (kostenpflichtigen) Test finden Sie online bei der Stiftung Warentest!

Quellen: Stiftung Warentest, Zahnreport Barmer


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