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Zwei Tote in Göttingen: Die Schweinegrippe kehrt zurück

Im Göttinger Uniklinikum sind zwei Menschen an der Influenza-Erkrankung gestorben. Bei beiden wurde der Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 nachgewiesen.

In Niedersachsen sind zwei Menschen der Schweinegrippe zum Opfer gefallen. Ein dreijähriges Mädchen und ein 51 Jahre alter Mann erlagen in den vergangenen Tagen im Göttinger Uniklinikum der Influenza-Erkrankung. Bei beiden sei der Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit.

Die Schweinegrippe hatte zuvor in Deutschland insgesamt mehr als 250 Tote gefordert. Die meisten Erkrankungen waren von Herbst 2009 bis August 2010 aufgetreten. Weltweit starben an der sogenannten pandemischen Influenza rund 18.500 Menschen. Danach war die Welle abgeebbt, so dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pandemie im August offiziell für beendet erklärt hatte.

Viele der damaligen Opfer waren allerdings bereits krank oder galten als sogenannte Risikopatienten. Auch der 51-jährige Mann, der jetzt starb, hatte eine Vorerkrankung.

Seit Ende Dezember steigt die Zahl der Nachweise für Influenza-Viren inzwischen wieder deutlich an, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte. In der Mehrzahl der Untersuchungen sei dabei das Schweinegrippe-Virus A/H1N1 nachgewiesen weroden. Mit dem Höhepunkt der Grippewelle sei erst Ende Januar oder im Februar zu rechnen.

Den besten Schutz vor der Grippe biete eine Impfung. Sie wird vor allem für Menschen über 60, chronisch Kranke sowie Schwangere empfohlen.

Eine zusätzliche Impfung mit einem speziellen Schweinegrippe-Impfstoff so wie im vergangenen Winter wird allerdings nicht mehr angeraten. Der normale Grippeimpfstoff schützt in diesem Jahr nicht nur gegen Erreger der normalen Influenza, sondern auch gegen die Schweinegrippe.

kng/DPA/Reuters / DPA / Reuters

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