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News von heute Ramelow fühlt sich von "Querdenken"-Bewegung bedroht und prüft Anzeige

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt eine Anzeige gegen die "Querdenken"-Bewegung prüfen.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt eine Anzeige gegen die "Querdenken"-Bewegung prüfen.
© Martin Schutt
AfD will Parteitag Ende November notfalls gerichtlich durchsetzen +++ Kosovos Präsident Thaci tritt nach Kriegsverbrechen-Anklage zurück +++ Holocaust-Leugnerin Haverbeck ist nach verbüßter Strafe wieder frei +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:  

Ramelow lässt Anzeige gegen "Querdenken" prüfen – auch Bildungsministerium in NRW warnt vor der Bewegung 

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt eine Anzeige prüfen, weil Unbekannte eine Grabkerze und einen Aufruf zu einer Demonstration der Bewegung "Querdenken" in Leipzig vor sein Wohnhaus gelegt haben. Zuvor sei seine Wohnadresse in einer Querdenken"-Gruppe beim Messenger-Dienst Telegram verbreitet worden, sagte Ramelow in Erfurt. Darin sei auch dazu aufgerufen worden, ihm Dinge vor die Haustür zu stellen.

Auch das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hat die Schulen in dem Bundesland vor Aktionen von Maskengegnern am 9. November gewarnt. Es gebe Hinweise, dass die Initiative "Querdenken 711" deutschlandweit an 1.000 Schulen "Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will", so das Düsseldorfer Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen. Die "Querdenken"-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

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Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:  

+++ 17.47 Uhr: Niederländischer Lehrer wegen Karikatur im Klassenzimmer bedroht +++

Ein Lehrer im niederländischen Rotterdam ist wegen Aufhängens einer Dschihadisten-Karikatur in einem Klassenzimmer bedroht worden. Wie die niederländische Zeitung NRC berichtete, zeigt die Zeichnung einen enthaupteten Mann, der einem Dschihadisten die Zunge herausstreckt. Der Mann trägt ein T-Shirt mit dem Logo des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo. Nach Bedrohungen im Internet musste sich der Lehrer demnach aus Sicherheitsgründen verstecken. Der Lehrer hatte die Karikatur in seinem Klassenzimmer bereits im Jahr 2015 angebracht, nachdem Islamisten bei einen Anschlag auf die Satirezeitschrift in Paris zwölf Menschen getötet hatten.     

Am Montag hatten muslimische Schüler der Emmaus-Schule laut der Zeitung NRC gesagt, die Zeichnung sei "blasphemisch" und würde sie beleidigen. Am gleichen Tag gedachte die Schule des bei einem islamistischen Anschlag in Paris ermordeten Lehrers Samuel Paty, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. Daraufhin wurde ein Bild der aufgehängten Zeichnung auf der Internet-Plattform Instagram vielfach geteilt. Ein Nutzer kommentierte das Foto mit den Worten: "Wenn es nicht sehr schnell entfernt wird, dann werden wir uns anders darum kümmern." Die Polizei erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie nehme diese Drohungen "sehr ernst" und habe Ermittlungen eingeleitet. 

+++ 17.25 Uhr: Mindestens 17 Tote bei Unwetter in Mittelamerika +++

Bei schweren Unwettern in Mittelamerika sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. "Eta" war als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie vier in Nicaragua auf Land getroffen, hatte sich dann auf dem Weg nach Honduras zu einem tropischen Tiefdruckgebiet abgeschwächt, aber in der ganzen Region für heftigen Regen gesorgt. In Honduras wurden bei Erdrutschen und Überschwemmungen elf Menschen getötet, wie der Generalinspekteur der Feuerwehr, Marco Antonio Artica, im Fernsehen sagte. In Guatemala kamen nach Angaben des Katastrophenschutzes vier Menschen ums Leben, zwei weitere Menschen wurden noch vermisst. In Nicaragua wurden bei einem Erdrutsch zwei Bergleute getötet. 

+++ 17.15 Uhr: OSZE wirft Belarus massive und systematische Menschenrechtsverstöße vor +++

Experten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben "massive" Menschenrechtsverletzungen in Belarus beklagt und den Behörden des osteuropäischen Landes Folter von friedlichen Demonstranten vorgeworfen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht forderte die OSZE zudem eine Wiederholung der von massiven Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl vom August, die der belarussischen Wahlkommission zufolge der autoritär regierende Amtsinhaber Alexander Lukaschenko gewonnen hatte. "In allen Phasen" der Präsidentschaftswahl habe es "Unregelmäßigkeiten" gegeben, heißt es in dem Bericht. Die Abstimmung sei weder "transparent" noch "frei oder fair" verlaufen. Das offizielle Wahlergebnis müsse deshalb annulliert werden. Eine Wiederholung der Wahl müsse auf der Grundlage "internationaler Standards" erfolgen.    

Die OSZE-Experten kritisierten außerdem "zweifelsfrei" belegte "massive und systematische" Menschenrechtsverletzungen im Zuge der seit Monaten andauernden Massenproteste gegen Lukaschenko. Die Protestbewegung fordert den Rücktritt Lukaschenkos und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Seit Beginn der Demonstrationen wurden bereits hunderte Aktivisten festgenommen. 17 Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien und die USA, hatten die OSZE um die Erstellung des Berichts gebeten. 

+++ 16.44 Uhr: 11,5 Tonnen Kokain im Hafen von Antwerpen beschlagnahmt +++

Belgische Ermittler haben bei einem Schlag gegen eine Drogenbande im Hafen von Antwerpen 11,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Aktion sei Teil der Zerschlagung einer kriminellen Vereinigung, die Drogen von Südamerika nach Belgien schmuggelt.

Das Kokain sei per Schiff in den Hafen von Zeebrugge und dann weiter nach Antwerpen gebracht worden, hieß es. Von dort aus sollte es eigentlich an ein Unternehmen direkt hinter der niederländischen Grenze gehen. In einem Container aus Guyana sei das Kokain bereits am Dienstag vergangener Woche entdeckt worden. Nach mehreren Durchsuchungen in Belgien und den Niederlanden seien am Mittwoch drei Personen festgenommen worden, hieß es.

+++ 16.20 Uhr: Wiener Anschlag: Weitere Ermittlungen im Ausland – Tipps vom FBI +++

Die Ermittlungen nach dem Terroranschlag in Wien mit vier Todesopfern führen auch ins Ausland. Neben den bereits erfolgten beiden Festnahmen in der Schweiz liefen noch weitere Maßnahmen in einem anderen Land, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Donnerstag in Wien, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Behörden hätten unter anderem vom FBI wertvolle Hinweise erhalten. Unter den bisher 15 Festgenommenen seien mehrere einschlägig vorbestrafte Verdächtige, sagte Nehammer.

Die Behörden präsentierten Details zum Ablauf des Einsatzes. Demnach wurde nach dem Notruf um 20.00 Uhr der Täter bereits drei Minuten später von einem Streifenpolizisten unter Feuer genommen. Nach der Tötung des 20-Jährigen um 20.09 Uhr durch Spezialkräfte habe erst ein Roboter die Leiche des Mannes untersucht, weil er einen Sprengstoffgürtel zu tragen schien, sagte der Chef der obersten Polizeibehörde, Franz Ruf.

Medienberichte, dass gegen den Täter und den Kreis der Festgenommenen eine Razzia geplant gewesen sein soll, dementierten die Behörden. Bei dem islamistischen Anschlag am Montagabend war auch eine 24-jährige deutsche Studentin von dem Attentäter getötet worden. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt.

+++ 15.09 Uhr: Russische Polizei durchsucht Büro des Oppositionellen Nawalny +++

Die Polizei in Russland hat ein Büro des Kremlkritikers Alexej Nawalny durchsucht, der sich nach seiner Vergiftung noch in Deutschland aufhält. Er veröffentlichte im Kurznachrichtendienst Twitter Fotos von Beamten mit Sturmhauben in den Räumen des Fonds zur Bekämpfung von Korruption FBK), der von Nawalny gegründet wurde. "Ich hatte völlig Recht, als ich sagte, dass die einzige rechtliche Konsequenz meiner Vergiftung eine neue Welle des Drucks auf den FBK sein würde", schrieb der 44-Jährige. Zunächst war der genaue Grund der Durchsuchung unbekannt.

Die Behörden teilten der Staatsagentur Tass zufolge lediglich mit, dass Fonds-Chef Iwan Schdanow ein Gerichtsurteil ignoriert habe. Deshalb sei gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Nach Angaben von Nawalnys Team blockierten Polizisten auch den Eingang zu einem Sendestudio, in dem der Oppositionelle normalerweise donnerstags seine wöchentliche Internetsendung aufnimmt. Sie hat bei Youtube ein Million-Publikum. Auch die bekannte Oppositionelle Ljubow Sobol sei nicht ins Studio gelassen worden. Die Kameras seien ausgeschaltet und Arbeitsgeräte beschlagnahmt worden, hieß es.

+++ 14.29 Uhr: Belgien: Zwei IS-Sympathisanten wegen geplantem Anschlag festgenommen +++

Belgische Ermittler haben einem Medienbericht zufolge einen Anschlag zweier IS-Sympathisanten auf Polizeikräfte verhindert. Wie der Sender RTBF am Donnerstag unter Berufung auf nicht benannte Quellen berichtete, sind die beiden Minderjährigen am Wochenende in der Region Eupen nahe der deutschen Grenze bei Aachen festgenommen worden. Sie sollen einen Messerangriff auf Polizisten geplant haben. Details wurden nicht genannt.

In einem im Internet veröffentlichten Video hatten die beiden jungen Männer dem Bericht zufolge vor ihrer Festnahme der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen. Es bestehe keine Verbindung zu dem Terroranschlag in Wien, bei dem ein IS-Sympathisant am Montag vier Menschen getötet hatte, hieß es.

+++ 13.59 Uhr: 17-Jährige fahren 100 Kilometer auf Güterzug mit +++

Zwei 17-Jährige aus dem bayerischen Fürth sind illegal auf einen Güterzug geklettert und mit diesem unfreiwillig bis ins fast 100 Kilometer entfernte Würzburg gefahren. Die beiden hätten sich damit in Lebensgefahr begeben, teilte die Bundespolizei in Würzberg mit. Die Beamten hätten die beiden jedoch unverletzt in Gewahrsam nehmen und an die Eltern übergeben können, hieß es weiter. Nach Angaben der beiden "Reisenden" waren sie in Fürth auf einen Kesselwagen des Güterzuges gestiegen, um sich ins nahe gelegene Nürnberg mitnehmen zu lassen. Als sie jedoch bemerkten, dass der Zug in Wirklichkeit in Richtung Würzburg unterwegs war, hätten sie Panik bekommen und die Eltern per Telefon informiert.

+++ 13.09 Uhr: AfD will Parteitag Ende November notfalls gerichtlich durchsetzen +++

Die AfD will ihren wegen der Corona-Pandemie gefährdeten Parteitag Ende November notfalls gerichtlich durchsetzen. Dies teilte die Pressestelle der Partei der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mit. Nach den bisherigen Planungen soll der Bundesparteitag, auf dem die AfD ihr Rentenkonzept beraten will, am 28. und 29. November in der Messe Kalkar stattfinden. Wegen der hohen Corona-Zahlen ist aber völlig offen, ob das Delegiertentreffen als Präsenzveranstaltung stattfinden kann. Ein Online-Parteitag kommt für die AfD bislang nicht in Frage. Zuletzt hatten CDU und Linke ihre geplanten Parteitage wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Ursprünglich war der Parteitag der AfD schon für September 2019 geplant gewesen. 

+++ 12.41 Uhr: EU geht bei Konjunkturprognose von No-Deal-Brexit aus +++

Acht Wochen vor Ende der Brexit-Übergangsphase geht die EU-Kommission für ihre Konjunkturprognose vorerst davon aus, dass kein Handelspakt mit Großbritannien gelingt und ab 1. Januar Zölle eingeführt werden. Das sei eine technische Annahme und schließe nicht aus, dass doch ein Verhandlungserfolg komme, sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni.

+++ 11.53 Uhr: Kosovos Präsident Thaci tritt nach Kriegsverbrechen-Anklage zurück +++

Der kosovarische Präsident Hashim Thaci hat seinen Rücktritt angekündigt. Als Grund gab er vor der Presse in Pristina an, dass das Kosovo-Sondertribunal in Den Haag die Anklage wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen gegen ihn bestätigt hat. Thaci soll als Oberkommandierender der Untergrund-Armee UCK für Verbrechen an Zivilisten während des Unabhängigkeitskrieges 1998-1999 verantwortlich gewesen sein.

+++ 11.40 Uhr: Obduktion nach Fund von vier Leichen: Kinder vergiftet und erstickt +++

Von den drei getöteten Geschwistern in der Schweiz sind laut Obduktion zwei vergiftet worden, eines wurde erstickt. Welche Substanz verwendet worden sei, sei noch unklar, teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 37-jährige Vater erst seine drei Kinder im Alter von drei, elf und 13 Jahren getötet hat. Danach nahm er sich selbst das Leben. Die Opfer waren am Montag von der Ehefrau des 37-Jährigen in einem Einfamilienhaus in Buchs im Kanton Aargau gefunden worden.

+++ 11.22 Uhr: Ramelow lässt Anzeige gegen "Querdenken" prüfen - auch Bildungsministerium in NRW warnt vor der Bewegung  +++

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt eine Anzeige prüfen, weil Unbekannte eine Grabkerze und einen Aufruf zu einer Demonstration der Bewegung "Querdenken" in Leipzig vor sein Wohnhaus gelegt haben. Zuvor sei seine Wohnadresse in einer Querdenken"-Gruppe beim Messenger-Dienst Telegram verbreitet worden, sagte Ramelow in Erfurt. Darin sei auch dazu aufgerufen worden, ihm Dinge vor die Haustür zu stellen.

Auch das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hat die Schulen in dem Bundesland vor Aktionen von Maskengegnern am 9. November gewarnt. Es gebe Hinweise, dass die Initiative "Querdenken 711" deutschlandweit an 1.000 Schulen "Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will", so das Düsseldorfer Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen. Die Querdenken"-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

+++ 11.19 Uhr: Holocaust-Leugnerin Haverbeck ist nach verbüßter Strafe wieder frei +++

Die wiederholt wegen Volksverhetzung angeklagte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck hat am Donnerstag das Gefängnis in Bielefeld verlassen. Nach zweieinhalb Jahren im geschlossenen Vollzug habe sie ihre volle Haftstrafe wegen Volksverhetzung verbüßt, sagte ein Sprecher der Anstalt.

+++ 11.05 Uhr: EU-Kommission rechnet 2020 mit Wirtschaftseinbruch um 7,4 Prozent +++

Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone wird nach der neuesten Prognose der EU-Kommission dieses Jahr um 7,8 Prozent einbrechen. In der Europäischen Union insgesamt schrumpft sie demnach 2020 um 7,4 Prozent. Die Zahlen veröffentlichte die Kommission am Donnerstag in Brüssel. Für das kommende Jahr werden 4,2 Prozent Wachstum für die 19 Staaten der Eurozone und 4,1 Prozent für die EU-27 vorausgesagt, für 2022 dann jeweils 3 Prozent. Auch im übernächsten Jahr werde aber das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht, hieß es.

+++ 11.00 Uhr: EU-Einigung: Rechtsstaatsverstöße könnten künftig teuer werden +++

Regierungsvertreter aus EU-Staaten und das Europaparlament haben sich auf ein Verfahren zur Kürzung von EU-Mitteln bei bestimmten Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit geeinigt. Das bestätigten Abgeordnete und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel.

+++ 11.03 Uhr: Österreichs Kanzler will nach Anschlag mehr Mittel gegen Gefährder +++

Nach dem Terroranschlag in Wien mit vier Todesopfern fordert Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mehr Befugnisse für Sicherheitskräfte. Diese bräuchten bessere Handhabe für den Umgang mit Gefährdern, sagte Kurz bei einer Sondersitzung des österreichischen Parlaments. "Die österreichischen Behörden von der Justiz über die Polizei bis zum Verfassungsschutz haben nicht immer die rechtlichen Mittel, um islamistische Extremisten und andere Gefährder zu überwachen und wenn nötig zu verwahren."

+++ 10.45 Uhr: Türkei kritisiert Auflösung der "Grauen Wölfe" in Frankreich +++

Die Türkei hat sich mit deutlichen Worten gegen das Verbot der ultranationalistischen und rechtsextremen türkischen Organisation der "Grauen Wölfe" in Frankreich gewendet. Es sei "nicht hinnehmbar, Symbole zu verbieten, die in vielen Ländern der Welt verwendet werden, weit verbreitet sind und keinen illegalen Aspekt haben", teilte das türkische Außenministerium mit.

+++ 10.37 Uhr: Polizei entdeckt Kokain mit Millionenwert in italienischem Hafen +++

Reinstes Kokain im Wert von 186 Millionen Euro haben Polizei und Zoll haben im Hafen der süditalienischen Küstenstadt Gioia Tauro beschlagnahmt. Die Drogen seien in einem Container für gefrorene Muscheln aus Chile versteckt gewesen, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Die Täter hatten demnach rund 800 Päckchen des Rauschgifts mit einem Gesamtgewicht von etwa 930 Kilo in 37 Taschen verpackt.

+++ 10.18 Uhr: Nordkorea verschärft Kontrollen des Tabakkonsums +++

Nordkorea verschärft per Gesetz die Kontrolle des Tabakkonsums im Land. Das Tabakverbotsgesetz verbietet das Rauchen unter anderem an "Plätzen für politische und ideologische Erziehung", öffentlichen Orten einschließlich Theater und Kinos sowie öffentlichen Gesundheitseinrichtungen, wie die Staatsmedien am Donnerstag berichteten. Die Oberste Volksversammlung - Nordkoreas Parlament - billigte demnach in Pjöngjang ein Dekret zur Verabschiedung des Gesetzes. 

+++ 9.45 Uhr: Deutsche Industrie erhält weniger Aufträge als erwartet +++

Die deutsche Industrie hat im September weniger Aufträge erhalten als erwartet. Der Auftragseingang legte im Vergleich zum Vormonat zwar um 0,5 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten im Schnitt aber mit einem Anstieg um 2,0 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde auf 4,9 Prozent nach oben revidiert, zuvor waren 4,5 Prozent angenommen worden.

+++ 9.04 Uhr: Grüne und Linke fordern Exportstopp für gefährliche Pestizide +++

Grüne und Linke fordern im Bundestag, den Export gefährlicher Pestizide zu stoppen. Mangelndes Fachwissen und unzureichender Arbeitsschutz führten besonders in Ländern des globalen Südens, also in Entwicklungs- und Schwellenländern, zu Vergiftungen, heißt es in einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen. Dennoch dürften Mittel mit Wirkstoffen, die in Deutschland und der EU verboten seien, exportiert werden, wenn der Einsatz im Empfängerland legal sei. Die Bundesregierung solle den Export per Verordnung solcher Pestizide verbieten, mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten. Für bestimmte Fälle könnten Ausnahmeregelungen vorgesehen werden.

+++ 8.29 Uhr: Mädchen stirbt bei Wohnungsbrand in Leipzig +++

Bei einem Wohnungsbrand ist in Leipzig ein zwölfjähriges Mädchen gestorben. Fünf weitere Menschen wurden bei dem Feuer in einem Mehrfamilienhaus gestern verletzt, wie die Polizei mitteilte. Vier der Verletzten kamen ins Krankenhaus. Das Feuer war in einer Maisonettewohnung ausgebrochen. Nach den Löscharbeiten fand die Feuerwehr das leblose Kind. Die Ursache des Brandes ist noch unklar.

+++ 8.01 Uhr: Krieg gegen Drogen auf den Philippinen: 8000 Tote in vier Jahren +++

Der Feldzug des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte gegen die Rauschgiftkriminalität hat in den vergangenen vier Jahren fast 8000 Menschen das Leben gekostet. Bei mehr als 234.000 verdeckten Ermittlungseinsätzen habe die Polizei seit Juli 2016 zudem mehr als 350.000 Verdächtige festgenommen, teilte Polizeichef Camilo Cascolan mit. Duterte hatte bei seiner Wahl 2016 ein hartes Vorgehen gegen Drogenkriminelle angekündigt. Drogenschmugglern drohte er mit dem Tod und er ermunterte Strafermittler, Verdächtige besser zu erschießen, als sich selbst in Lebensgefahr zu bringen.

Menschenrechtler werfen der Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen beim Kampf gegen die Drogenkriminalität vor. Im vergangenen Monat hatte Duterte bei einer Fernsehansprache erklärt, er übernehme die Verantwortung für alle Tötungen im Rahmen der Kampagne gegen illegale Drogen. Er sei sogar bereit, dafür ins Gefängnis zu gehen.

+++ 7.28 Uhr: Kanada meldet seltenen Fall von Schweinegrippe-Infektion beim Menschen +++

In Kanada hat sich erstmals ein Mensch mit dem H1N2-Virus, einer seltenen Form der Schweinegrippe, infiziert. Der Fall trat nach Angaben der kanadischen Gesundheitsbehörden Mitte Oktober in der westlichen Provinz Alberta auf. Derzeit bestehe "kein erhöhtes Risiko" für die Bevölkerung, erklärten die dortigen Behörden. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich das Virus ausgebreitet habe.

Der Patient habe leichte grippeähnliche Symptome aufgewiesen und sich von der Erkrankung schnell erholt, teilten die Behörden weiter mit. Seit 2005 wurden weltweit nur 27 Infektionen mit dem H1N2-Virus gemeldet. Infektionen mit dem Schweinegrippe-Virus H1N1 treten häufiger auf. Nach Angaben von Gesundheitsexperten wird das H1N2-Virus durch den Kontakt mit infizierten Schweinen übertragen. 

+++ 6.47 Uhr: Überfälle auf vier Schulen in Kamerun - Sechs Lehrer entführt +++

In Kamerun sind im Verlauf von zwei Tagen vier Schulen überfallen und sechs Lehrer entführt worden. Alle Angriffe ereigneten sich in englischsprachigen Regionen im Westen, wie die Regierung des zentralafrikanischen Landes mitteilte. In diesen Regionen kämpfen Rebellen seit 2017 für die Unabhängigkeit vom mehrheitlich französischsprachigen Kamerun. In der Region Kumbo entführten fast ein Dutzend Angreifer nach Angaben eines Regierungssprechers gestern an einer protestantischen Schule neben den sechs Lehrern auch zehn Schüler. Die Schüler seien aber noch am selben Tag nach Protesten aus der Bevölkerung freigelassen worden. Am selben Tag beschossen zudem Angreifer eine Schule in Bamenda.

Seit dem Ausbruch des Konflikts vor drei Jahren werden immer wieder Schulen überfallen sowie Schüler und Lehrer entführt. Ende Oktober wurden acht Schüler bei einer solchen Attacke getötet.

+++ 5.33 Uhr: Neun von zehn Verbrauchern für Nutri-Score +++

Neun von zehn Verbrauchern in Deutschland finden das neue Nutri-Score-Logo gut, mit dem Kunden gesündere Lebensmittel im Supermarkt leichter erkennen können. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung PwC Deutschland. Rund 85 Prozent der Befragten sprachen sich sogar dafür aus, die Kennzeichnung mit dem Logo für alle verarbeiteten Lebensmittel und Getränke verpflichtend zu machen. Bislang ist die Kennzeichnung in Deutschland freiwillig. Das Nutri-Score-System soll im Supermarkt die Unterscheidung zwischen "Dickmachern" und gesunden Lebensmitteln erleichtern. Es bezieht neben Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe in eine Gesamtbewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - auf einer fünfstufigen Skala von "A" auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes "C" bis zum roten "E" für die ungünstigste.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will heute den Startschuss für die freiwillige Nutzung des Logos auf den Packungen von Fertigprodukten geben, morgen soll die Verordnung in Kraft treten.

+++ 4.03 Uhr: Banksy lockt Tausende Kunstfreunde in Provinz +++

Der geheimnisumwitterte britische Streetart-Künstler Banksy hat in den letzten Wochen einem Museum in der mittelhessische Kleinstadt Weilburg zahlreiche Besucher beschert. Die Ausstellung mit dem Titel "Who the Fuck is Banksy" habe bislang fast 10.000 Besucher angezogen, berichtete Michael Schultz, Chefkurator des privaten Rosenhang Museums. Das seien in etwa so viele wie sonst in einem ganzen Jahr. Die im September eröffnete Schau sollte bis 22. November laufen, das Museum ist aber derzeit wegen des Teil-Lockdowns geschlossen. Möglicherweise könne die Schau verlängert werden, man sei derzeit mit den Leihgebern von Exponaten im Gespräch.

Das auf zeitgenössische Kunst ausgerichtete Museum zeigt verschiedene Banksy-Arbeiten. Sie sind als Installation in einem "urbanen Kunstkäfig" arrangiert. Banksy, der aus Bristol im Südwesten Englands stammt und Ende der 90er-Jahre nach London kam, machte sich einen Namen mit gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven, die oft überraschend auftauchen.

+++ 2.48 Uhr: AfD will Bundesparteitag notfalls vor Gericht durchsetzen +++

Die AfD will unbedingt verhindern, dass ihr für Ende November geplanter Bundesparteitag wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen ausfällt. "Es ist in der Partei der starke Wille vorhanden, den Parteitag stattfinden zu lassen, deshalb würden wir notfalls auch den Rechtsweg beschreiten", sagte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Parteitag, bei dem es vor allem um Sozialpolitik und die Nachwahl von zwei Vorstandsmitgliedern gehen soll, ist für das letzte November-Wochenende im nordrhein-westfälischen Kalkar geplant. Sitzungen von Parteigremien sind laut der derzeit geltenden NRW-Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen, beziehungsweise 500 Personen unter freiem Himmel, nur nach Zulassung durch die zuständigen Behörden" erlaubt. Und auch nur dann "wenn die Sitzung aus triftigem Grund im Monat November 2020, in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss". Die AfD hat 600 Delegierte.

+++ 2.25 Uhr: Macron: Frankreich kämpft nicht gegen "den Islam" +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat versichert, dass sich sein Land nicht im Kampf gegen "den Islam" befinde. Frankreich kämpfe gegen den "islamistischen Separatismus, niemals gegen den Islam", schrieb Macron in einem Brief an die britische Zeitung "Financial Times". Der Kampf seines Landes richte sich gegen "die Aufklärungsfeindlichkeit, den Fanatismus, den gewalttätigen Extremismus" und "niemals gegen eine Religion", betonte der französische Staatschef.

Mit dem Schreiben reagierte Macron auf einen Artikel, der am Montag auf der Website des Blattes erschienen, aber später von dort entfernt worden war. Darin war ihm vorgeworfen worden, die Muslime in Frankreich aus wahltaktischen Gründen auszugrenzen. Macron betonte nun, in dem Artikel seien seine Äußerungen verzerrt worden. Er werde nicht zulassen, dass jemand den französischen Staat beschuldige, "den Rassismus gegenüber Muslimen zu fördern".

+++ 1:18 Uhr: Michael J. Fox: "Mein Kurzzeitgedächtnis ist hinüber"+++

Schauspieler Michael J. Fox (59, "Zurück in die Zukunft") stand trotz seiner langjährigen Parkinson-Erkrankung gelegentlich noch vor der Kamera. Doch nun hat er im Interview mit der US-Zeitschrift "People" über einen weiteren Rückschlag gesprochen. "Mein Kurzzeitgedächtnis ist hinüber", sagt Fox. Er würde sich nun auf das Schreiben konzentrieren. Seine vierte Biografie "No Time Like the Future" soll Mitte November in den USA erscheinen. Er könne nicht mehr Gitarre spielen oder zeichnen. Tanzen sei nie seine Stärke gewesen und schauspielern sei nun schwierig. "Mit bleibt das Schreiben und glücklicherweise macht mir das wirklich Spaß."

Der Kanadier leidet seit 1991 an der Schüttellähmung. Wegen der Krankheit beendete er im Jahr 2000 seine Kinokarriere, spielte jedoch weiterhin in TV-Serien wie "Spin City" und bis 2016 in "The Good Wife" mit.

fs DPA AFP

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