VG-Wort Pixel

#AlarmstufeRot "Vieles, was verschwindet, wird nicht wiederkommen": Promis fordern Hilfe für Kulturbranche

Carolin Kebekus und ihre Kollegen haben sich in einem offenen Brief an die Politik gewandt
Carolin Kebekus und ihre Kollegen haben sich in einem offenen Brief an die Politik gewandt
© Christoph Hardt/Geisler-Fotopres/ / Picture Alliance
Zahlreiche Prominente wie Carolin Kebekus oder Dieter Nuhr haben sich in einem offenen Brief an die Politik gewandt. Sie fordern mehr Unterstützung für die Veranstaltungsbranche.

Carolin Kebekus, Luke Mockridge, Die Ärzte, Peter Maffay, Dieter Nuhr und andere Comedy- und Musikstars haben sich in einem offenen Brief an die Politik gewandt. Sie fordern darin ein Hilfsprogramm für die Veranstaltungsbranche. "Diese Forderung bezieht sich dabei ganz explizit nicht auf uns wenige Topverdiener der Branche, sondern auf die vielen finanziell angeschlagenen privatwirtschaftlichen Kulturstätten, denen die Schließung droht oder die bereits schließen mussten", schreiben "die freischaffenden Humorist*innen und Musiker*innen" auf ihren Social-Media-Kanälen. Ihr am Mittwoch veröffentlichter Brief richtet sich unter anderem an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) oder Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).

Seit Beginn der Pandemie habe der Kultursektor härter und pingeliger an Hygienekonzepten gearbeitet als kaum eine andere Branche, erklären die Künstler. Denn die Gesundheit des Publikums stand immer an erster Stelle. Der "politische Dank" sei allerdings weitestgehend ausgeblieben. Man habe das Gefühl vermittelt bekommen, man sei "weniger wert (...) als Autos, Flugzeuge und Fußballspieler", heißt es weiter.

Stars wie Carolin Kebekus fordern Unterstützung von der Politik

Kulturschaffende fielen in den meisten Fällen zudem durch das Raster der Hilfsmaßnahmen, stellen die Promis in ihrem Schreiben klar. Dass der Staat etwa Büromiete erstatte, helfe nicht weiter, denn diese falle bei ihnen meist gar nicht an. Private Ausgaben wie Wohnungsmieten und Krankenversicherungsbeiträge seien das viel größere Problem. Zudem gebe es meist kein Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#alarmstuferot #offenerbrief @tobiasmann.kabarett @atzeschroeder_offiziell @bastianpastewka @bodowartke @buelent.ceylan @christall_official @kabarettsieber @dagmar_schoenleber @daphnedeluxeoffiziell @davidkebekus @dieternuhr @belab_official @donotsofficial @eckart_von_hirschhausen @euremuetter_official @felix_lobrecht @schroeder_live @gabykoester_offiziell @gregormeyle @hazelsgonnahaze @heinrichdelcore_official @helmut_schleich @hugoegonbalderofficial @inesanioli @jan_fun_weyde @jasminschwiers @frau_michaelsen @johann.koenig @johannesoerding @kasallamusik @lisa_feller_official @thereallukemockridge @mariobarth @markuskrebs_ @martinfrank.comedy @max_mutzke_official @giermax @michlmittermeier @mickybeisenherzoffiziell @niedeckensbap @olafschubert_offiziell @oezcancosar @querbeatbrass @maffay.de @paul_panzer_official @ruthe_offiziell @ralfschmitzoffiziell @revolverheld @sasha.music @thebosshoss_official @dieprinzen @wolfgang_haffner_official @2raumwohnungofficial @hubertus_heil @olafscholz @alarmstufe_rot_

Ein Beitrag geteilt von Carolin Kebekus (@carokebelin) am

Weiter heißt es in dem Brief: "Die gesamte Veranstaltungsbranche ist in Deutschland der sechstgrößte Wirtschaftszweig. Hier sind etwa 1,7 Millionen Menschen beschäftigt, und es werden knapp 130 Milliarden Euro direkt umgesetzt. Unsere Spezialisten haben Corona-Konzepte erarbeitet, die auch bei den wenigen Veranstaltungen, die es seit Pandemiebeginn gab, erwiesenermaßen einwandfrei funktioniert haben." Dass erneut Kulturveranstaltungen verboten werden, sei inakzeptabel.

Die Comedians, Künstler und Musiker fordern daher Szenarien, um den Kulturbetrieb wieder in Gang zu setzen und Künstlern eine Perspektive zu bieten. Zudem brauche es Finanzhilfen. Auch größere Veranstaltungen könnten definitiv sicher aufgezogen werden, so die Ansicht der Promis. Bisherige Veranstaltungen seien nie "Superspreader-Events" gewesen. Man wünsche sich, dass dem Publikum wieder Vertrauen vermittelt wird, sicher auf Veranstaltungen gehen zu können. "Helfen Sie jetzt! Sonst werden wir in ein paar Monaten kulturell ein ärmeres Land sein. Vieles von dem, was dann verschwindet, wird nicht wiederkommen", machen die Stars eindringlich klar.

Auf der Website #AlarmstufeRot haben sich Künstlerinnen und Künstler zusammengetan, machen ihre Forderungen deutlich und berichten von persönlichen Schicksalen. Dort gibt es nicht nur Informationen zu den Forderungen, sondern auch die Möglichkeit zu spenden und Möglichkeiten, anderweitig zu helfen.

Verwendete Quelle:Instagram Carolin Kebekus / Website #AlarmstufeRot

maf

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker