Große Aufregung gleich zum Start der 6. Folge von "Die Höhe der Löwen" (montags, 20:15 Uhr, VOX oder vorab streambar auf RTL+): Mitten auf der Bühne ist ein Autounfall passiert! Dies fingieren zumindest die drei ersten Kandidaten Bernd Lüke (56), Stephan Pannhorst (57) und Sylvain Victor (54). Weder Türen noch Fenster lassen sich öffnen - eine Szene, welche die Männer der Freiwilligen Feuerwehr nur zu gut kennen. "Ein Schlaghammer hat niemand dabei und ein Stein ist zu gefährlich!" Darum erfanden sie die "Easy Exit Card". Die bereits patentierte Kreditkarte mit Dorn wird zwischen Scheibe und Tür gesteckt und mit etwas Druck zerspringt die Scheibe wie von Geisterhand.
"Was für eine Aufregung hier", ruft Investorin Judith Williams (54) aus. "Hier ist aber Action", bestätigt Janna Ensthaler (42). Die Karte soll nicht nur bei der Rettung von Personen nach Autounfällen helfen, sondern auch "wenn Tiere oder Kinder im Auto vergessen gehen". Gefragt sind 100.000 Euro für 25 Prozent Firmenanteile. Der richtige Löwe für dieses Gadget ist klar Ralf Dümmel (59), sind sich alle Investoren einig. Darum überlassen sie ihm freie Bahn. Er macht das Angebot, die Männer schlagen ein.
Knallharte Yogalehrerin mit Herz
Fei Schäfer (40) kommt mit sechs "kleinen Yogis" ins TV-Studio. Familieninvestorin Dagmar Wöhrl (71) schließt sich der Kinder-Yogastunde sogleich an und gibt den "pinkelnden, herabschauenden Hund" zum Besten. Die Yogalehrerin ist hauptberuflich Produktentwicklerin. "Yogitier" sind ihre bunten, tierförmigen Yogamatten aus Kautschuk speziell für Kinder. Dazu gibt's Augenmasken im passenden Tiersujet, kindergerechte Achtsamkeitskarten mit Yoga-Übungen sowie passende Matten für die Eltern. "Ich will Yoga auch bei Kindern in der westlichen Welt etablieren", so die gebürtige Chinesin. Sie wünscht sich 100.000 Euro für zehn Prozent Anteile - und verhandelt knallhart.
Die beiden Investorinnen Wöhrl und Ensthaler machen ein Kombiangebot, wollen aber 20 Prozent. "Bekomme ich dann 200.000 Euro?", fragt Schäfer, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Löwen verfallen in schallendes Gelächter. Als nächstes bietet Schäfer für die 100.000 Euro 15 Prozent, dann will sie 150.000 Euro für 20 Prozent. Doch die Investorinnen lassen nicht mit sich diskutieren und bleiben bei ihrem Angebot. Bis zum Schluss bewahrt Fei Schäfer ihr Pokerface - um dann doch auf den ursprünglichen Deal einzugehen.
Skeptische Löwen
Die zwei Schwestern Helena Rapprich (29) und Anina Langhans (32) entwickelten mit ihrem Vater Stefan Rapprich (60) eine App, um Frauen vor- bei und nach der Diagnose Lipödem zu unterstützen. Zehn Prozent der deutschen Frauen leiden laut den Erfindern an dieser Fettverteilungsstörung. Das Problem: Weder Patienten noch Ärzte seien genügend aufgeklärt.
Dagmar Wöhrl ist skeptisch: "Wenn viele gar nicht wissen, dass sie Lipödem haben, warum sollten sie dann darauf kommen, auf diese App zu gehen?" Janna Ensthaler ergänzt ironisch: "Von KI habt ihr auch schon gehört?". Je länger der Pitch andauert, desto skeptischer werden die Löwen. Als die Familie ihren Businessplan vorrechnet, springen einer nach dem anderen ab.
Maschmeyer macht 50/50-Deal
Spirulina ist ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel. Mit dem Starter-Kit von Ben Schwedhelm (24) und Sara Farzaneh Nejad (25) können Gesundheits-Fans den Superfood ganz einfach selbst anbauen - zuhause auf der Fensterbank in einem Glasbehälter mit Solarzelle obendrauf. Das Duo will 200.000 Euro für zehn Prozent der Firma.
Die Löwen werden mit grasgrünem Spirulina-Humus und ebenso grünem Spirulina-Pannacotta verköstigt. "Fang du an", sagt Carsten Maschmeyer (66) skeptisch zu Judith Williams. "Wenn du grün anläufst, lass ich's weg". Doch alle sind begeistert: "Schmeckt gar nicht nach Alge!"
Was nicht für Begeisterung sorgt, ist die hohe Firmenbewertung. Alle steigen aus - bis auf Maschmeyer und Williams. Doch auch ihnen sind 10 Prozent zu wenig - als die Jungunternehmer auf 15 Prozent erhöhen, reicht ihnen das nicht. "Ich würde sehr gerne investieren", so Williams. "Aber ihr habt eine falsche Rechnung gemacht". Sara Farzaneh Nejad entgegnet: "Wir brauchen die 200.000 Euro. Aber wir können 25 Prozent abgeben, denn wir brauchen euch". Maschmeyer erwidert: "Gebt uns 50 Prozent und wir haben einen Deal." Als die Jungunternehmer dazu Ja sagen, fallen Maschmeyer und Williams, die den Deal gemeinsam annehmen, aus allen Wolken. "Jetzt sind wir selber überrascht", lacht er und klatscht Williams ab.
Parfümieren statt Duschen als Innovation?
Kai (30) und Tim Scharfenstein (24) sind seit zwei Jahren ein Paar, vor einem Jahr heirateten die beiden. Nun wollen sie als Firmengründer durchstarten. "Mode, die gut riecht", so die Businessidee - in Form von einer Textildruckfarbe, auf die Parfüm aufgesprayt wird. Der Duft soll bis zur nächsten Wäsche bestehen bleiben.
Auch bei dieser Innovation sind die Löwen skeptisch. "Dieses Duftpolster am Rücken hilft doch bei stinkenden Achseln nicht", bemerkt Maschmeyer. "Ihr meint, wenn ich am Rücken Parfüm auftrage, übertüncht dies den Schweißgeruch?", wundert sich auch Judith Williams. "Genau", entgegnet Kai Scharfenstein. "Das ist unappetitlich!", ruft Frank Thelen aus und fügt an: "Jeder normale Mensch sollte nach dem Sport das T-Shirt wechseln!".
"Frau Ensthaler, geben Sie sich einen Ruck", sagt Kai Scharfenstein mutig zur einzigen Investorin, die noch nicht abgesagt hat. "Können Sie Türen zu Bekleidungsherstellern öffnen?", fragt er. "Das will ich gar nicht!", entgegnet Ensthaler. Sie sieht die Technologie eher für Heimtextilien wie Gardinen oder Teppiche. "Hotels könnten das spannend finden."
Also schwenken die Jungunternehmer kurzerhand um: "Wir machen Ihnen ein neues Konzept. Ich versichere Ihnen, in drei Stunden haben wir ein neues Konzept", bettelt Scharfenstein. "Okay. Wir setzen uns an einen Tisch und finden ein neues Konzept", gibt die Green-Tech-Investorin schließlich nach. Darauf bricht der angespannte Kai Scharfenstein direkt in Tränen aus. "Toll gekämpft!", sind sich die Investoren einig.