"Dumbass" Ai Weiwei protestiert mit Heavy-Metal-Lied


"Musikvideo in voller Länge" bei Youtube
Der chinesische Künstler und Menschenrechtsaktivist Ai Weiwei hat sein erstes Musikvideo veröffentlicht. Darin verarbeitet der 55-Jährige nach eigenen Angaben das Trauma seiner Gefangenschaft im Jahr 2011. Damals wurde Ai Weiwei von der chinesischen Regierung festgenommen. Wegen angeblicher Steuerhinterziehung saß er 81 Tage lang in Haft. Seine Unterstützer vermuten dagegen, dass die Behörden den Künstler wegen seines Engagements für Menschenrechte bestrafen wollten. O-TON AI WEIWEI: Ich habe dieses Video auch für alle Menschen gemacht, die ihre Stimme nicht erheben können. In den vergangenen 60 Jahren wurden so viele Menschen vom Regime getötet. Sie verloren ihr zuhause oder wurden sogar zu Tode gefoltert. In der Vergangenheit hatte Ai Weiwei mehrfach Kunst gebraucht, um auf Unrecht in China hinzuweisen und um Rechtsstaatlichkeit einzufordern. Auch in seinem Musikvideo nimmt Ai Weiwei kein Blatt vor den Mund. Er singt in Mandarin, nennt China unter anderem eine Nutte und prangert die behördliche Zensur an. Die Musik zum Video komponierte ein Freund Ai Weiweis. Ein chinesischer Heavy-Metal-Künstler, der mehrfach Schikanen durch die chinesische Regierung durchmachen musste. Gedreht wurde das Video in einem Studio in Peking, unter Regie des Autraliers Christopher Doyle - bekannt unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit dem international preisgekrönten Filmproduzenten Wong Kar-wai.
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Der chinesische Künstler Ai Weiwei saß 2011 für 81 Tage in Haft. Seine traumatischen Erlebnisse hat er in einem Heavy-Metal-Video verarbeitet - und spart dabei nicht mit Kritik an Chinas Regierung.

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