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Brachial-Humor "I can't breathe" – "Charlie Hebdo" schockt mit "Meghan und Queen"-Karikatur

Ein Cover, das alle wütend macht.
Ein Cover, das alle wütend macht.
Das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat mit einer Karikatur Royalisten, Meghan-Fans und die BLM-Bewegung gegen sich aufgebracht.

Das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat mit einer Karikatur, die Königin Elizabeth zeigt, wie sie am Hals von Meghan Markle kniet, für einen eigenen Akzent in der "Royal VS Harry und Meghan" Debatte gesorgt. Charlie Hebdo ist für einen Brachialhumor bekannt, der keine Grenzen akzeptiert. Hier stampft das Magazin gleich in mehrere Fettnäpfchen.

De Herzogin von Sussex und ihr Ehemann, Prinz Harry, haben in einem Interview mit Oprah Winfrey die königliche Familie des Rassismus bezichtigt. Nahmen die Queen aber ausdrücklich von dem Vorwurf aus. Meghan Markle sagte weiter, dass Höflinge ihr die Erlaubnis verweigert hätten, den Kensingtonpalast gelegentlich zu verlassen, und dass sie ihn in vier Monaten nur zweimal aus dem Haus ging. Das habe dazu geführt, dass sie unter schwerer Einsamkeit litt und Selbstmordgedanken hegte.

Brachial-Humor: "I can't breathe" – "Charlie Hebdo" schockt mit "Meghan und Queen"-Karikatur
© Cahrlie Hebdo

Den Tod von George Floyd geplündert

Die Karikatur trägt den Titel "Warum Meghan ging". Und nimmt den schrecklichen Tod von George Floyd auf, der starb, nachdem Polizist, Derek Chauvin, mehr als acht Minuten auf seinem Hals kniete. Nun drückt die Queen auf Meghan Markles Nacken. Dazu "sagt" die Sprechblase der Herzogin von Sussex "Weil ich nicht mehr atmen kann".

Brachial-Humor: "I can't breathe" – "Charlie Hebdo" schockt mit "Meghan und Queen"-Karikatur

Erwartungsgemäß wurde die Karikatur nicht gerade willkommen geheißen. Halima Begum, die Geschäftsführerin eines britischen Thinktanks für Rassengleichheit twitterte. "Die Queen als George Floyds Mörderin, die Meghans Hals zerquetscht?" Meghan sagt, dass sie nicht atmen kann? Das verschiebt keine Grenzen, bringt niemanden zum Lachen oder stellt Rassismus infrage. Es erniedrigt die Themen und verursacht Beleidigung, auf der ganzen Linie."

George Floyds Tod im Mai 2020 löste eine Welle der Empörung aus, als Videoaufnahmen auftauchten, die zeigen, wie ein Polizist auf seinem Hals kniet, obwohl er sagte, er könne nicht atmen und Umstehende ihn anflehten, aufzuhören. "Black Lives Matter"-Proteste fanden auf der ganzen Welt statt, um sich gegen Polizeibrutalität und Rassenungleichheit nach seinem Tod in Minneapolis, Minnesota, auszusprechen. Gerade in dieser Woche hat der Stadtrat von Minneapolis einstimmig beschlossen, 27 Millionen US-Dollar zu zahlen, um eine Zivilklage von George Floyds Familie abzuwenden.

Quelle: Charlie Hebdo


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