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Aktion des Pons-Verlags "Lost" ist "Jugendwort des Jahres" 2020

Der Langenscheidt-Verlag sucht wieder nach dem "Jugendwort des Jahres". In einer Online-Abstimmung stehen 30 verschiedene Begriffe zur Wahl - darunter "Hopfensmoothie" als Bezeichnung für Bier, "Tindergarten" für eine Sammlung von Onlinedating-Kontakten, "Vollpfostenantenne" für einen Selfiestick und "Banalverkehr" für eine belanglose Kommunikation im Chat.
Mit großem Abstand vorne lag einen Tag nach dem Start das Wort "Tintling" als Bezeichnung für einen Tätowierten. Die Abstimmung läuft bis zum 31. Oktober - die endgültige Entscheidung trifft aber eine Jury.
Im vergangenen Jahr lag in der Online-Abstimmung das Verb "merkeln"
vorne, das soviel bedeuten soll wie "nichts tun, keine Entscheidung treffen". Die Jury kürte aber mit "Smombie" ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie, das jemanden beschreibt, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.
2014 war das Jugendwort ein Satz: "Läuft bei dir". Die jährliche Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags.

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Mal angenommen, Sie haben einen Teenager zu Hause und der ist mal wieder total "lost". Wissen Sie, was das bedeutet? Die diesjährige Wahl zum Jugendwort hilft weiter.

"Lost" ist das "Jugendwort des Jahres" 2020. Mit dem Begriff wird ahnungsloses und unsicheres Verhalten beschrieben. Mit 48 Prozent der Stimmen hat es sich gegen die Finalisten "Cringe" und "Wyld/Wild" durchgesetzt, wie eine Sprecherin des Pons-Verlags am Donnerstag in Stuttgart sagte. Jugendliche waren im Internet aufgerufen, Vorschläge einzureichen und das Wort in mehreren Abstimmungen auszuwählen. Eine Jury hatte zwischendurch aus den besten Vorschlägen zehn Wörter zusammengestellt.

"Cringe", das sich nicht durchsetzen konnte, beschreibt etwas Peinliches und Unangenehmes, teils auch Fremdschämen. Jugendliche sagen "Wyld" oder "Wild", wenn sie etwas Krasses und Besonderes umschreiben.

"Jugendwort des Jahres" als Werbung für den Verlag

Jahrelang hatte der Langenscheidt-Verlag die Wahl in München veranstaltet. Dann wurde Langenscheidt Anfang 2019 von Pons übernommen. 2019 pausierte die Wahl des Jugendworts, die auch als umstrittene Werbeaktion gilt.

anb DPA

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