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Die Medienkolumne: Eigenartige Kooperationen

WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach liebäugelt mit WDR-Intendantin Monika Piel. Ziel ist eine Internet-Kooperation des größten öffentlich-rechtlichen Senders in der ARD mit dem privaten Verlag. Bleibt nur die Frage, wie die WDR-Bewegtbilder auf dem Online-Portal der WAZ-Mediengruppe auftauchen sollen.

Von Bernd Gäbler

Großes ist zu erwarten. Bald werden wir die Ergebnisse einer freundlichen Übereinkunft erfahren. Spätestens im März soll es soweit sein. Jetzt schon wissen wir aber, dass sich Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe und Monika Piel, Intendantin des WDR, wunderbar verstehen. Beide wurden nicht müde, das zu betonen. Dabei plauderten sie bisher nicht nur nett miteinander oder tranken Kaffee - nein, sie verhandeln: um die Internet-Kooperation des größten öffentlich-rechtlichen Senders in der ARD mit dem privaten Verlag, der das Zeitungsgeschäft im Ruhrgebiet dominiert. Letztlich geht es darum, wie und unter welchen Bedingungen öffentlich-rechtlich produzierte und ausgestrahlte Bewegtbilder schon bald auch auf dem Online-Portal der WAZ-Mediengruppe auftauchen sollen.

Bodo Hombach: Nie mehr Politik

Bodo Hombach war schon einiges in seinem Leben: Staatenlenker im Vorzimmer von Bundeskanzler Gerhard Schröder; Erfinder der "Neuen Mitte" nach dem Vorbild Tony Blairs; Wirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen; früher einmal Sekretär der Lehrergewerkschaft und zuletzt Balkanbeauftragter der EU. Diese Erfahrung ist auch in seinem Medienjob nützlich. Dennoch hat er sich und anderen geschworen, nie mehr als Politiker aktiv zu sein, sondern sich ausschließlich dem Wohl der WAZ-Gruppe zu widmen. Sein größter politischer Coup liegt auch schon Jahre zurück. Als junger Mann und Wahlkampfmanager schrieb er dem damaligen harmoniestiftenden Landesvater Johannes Rau die Losung: "Wir in Nordrhein-Westfalen" auf den Leib. Eine solche identitätsstiftenden Einheit - damals von Land und Partei; heute von Land und Medium - strebt Bodo Hombach seitdem immer an.

Rüttgers gibt seinen Segen

Eine schöne Kooperation von WDR und WAZ, so Hombachs Kalkül, würde beiden wunderbar nutzen. Wenn sie das Land zwischen Rhein und Weser widerspiegeln, bleibt für andere nur noch wenig Platz. Da wundert es dann auch nicht, dass angeblich der Ministerpräsident Jürgen Rüttgers persönlich diese Kooperation angeregt haben soll. Jedenfalls berufen sich beide künftigen Partner jetzt schon auf dessen Segen. Wenn die Verträge unterschrieben und die Kooperation beglaubigt ist, soll deshalb auch der Ministerpräsident persönlich zum kleinen Festakt erscheinen. Das ist ja fast wie früher - als der WDR seine landespolitischen Kommentare noch vorab in die Staatskanzlei faxte und in der WAZ zumindest der Familienstamm Brost sich fest zum alten sozialdemokratischen Adel zählte und darauf achtete, dass kein Chefredakteur einer WAZ-Gazette andere parteipolitische Präferenzen offenbarte.

Inzwischen geht es in dem Verlag weniger um Richtung als um Rendite. Bodo Hombach holte agile Konservative als Chefredakteure auf die Kommandobrücken, um den regionalen Abo-Zeitungen neues Leben einzuhauchen. Da auch der CDU-Politiker Rüttgers sich gerne als "Arbeiterführer" - realistischer: als Mann des sozialen Ausgleichs - feiern lässt und unverhohlen Johannes Rau als "role model" nachstrebt, ergänzen sich ökonomische und politische Ambitionen auch unter schwarz-gelbem Koalitionsbanner erneut wunderbar. Früher, bei Johannes Rau, wäre lediglich Friedel Neuber als nahezu allmächtiger Chef der WestLB noch irgendwie mit von der Partie gewesen. Das ist heute anders.

Wozu die WDR-WAZ-Kooperation dienen soll

Die WAZ hat einiges getan, um sich zu verjüngen. Die Zeitung sieht inzwischen fast aus wie "Bild". Besonderes Gewicht aber legt sie auf die Online-Präsenz. Bisher ist das gemeinsame Portal der verschiedenen, zur WAZ-Gruppe gehörenden Zeitungen im Westen, namens "DerWesten.de", allerdings eine große Enttäuschung. Es wird seltener genutzt als früher die Summe der einzelnen Online-Auftritte der Zeitungen. Man arbeitet an Änderungen. Vor allem muss Bild-Material her: Videosequenzen aus dem Lokalen, regionaler Sport, bürgernaher Service. Auch wenn der WDR offiziell kein Lokal-TV betreiben darf, wirbt er gleichwohl damit, "ein Stück Heimat im Fernsehen", ja "das Gemeinde- und Vereinsleben" zu zeigen. Auf solche Bewegtbilder aus Service-Sendungen und "Lokalzeit", zumal sie schon öffentlich-rechtlich finanziert sind, sind die Verleger scharf.

Schon jetzt gibt es kleinere Geschäfte

Unter der alten Erfolgslosung von Bodo Hombach "Wir in Nordrhein-Westfalen" gibt es schon jetzt kleinere Geschäfte zwischen WDR und WAZ. Wer zum Beispiel glaubt, er könne sich eine bereits ausgestrahlte Serie wie "Die Besten im Westen", mit Porträtszum Beispiel von Jürgen von der Lippe oder Diether Krebs, oder Karnevalsauftritte wie "Du Ei!" oder "101 Liebesgeschichten aus NRW" aus einer Mediathek des WDR "downloaden", sieht sich getäuscht.

Einmal Gebühren bezahlen reicht nicht. Er kann diese WDR-Produkte alle noch einmal als DVD bei der WAZ käuflich erwerben. Hier gehe es eher um gemeinsame Pflege des Kulturgutes als um große Geschäfte, pflegen die Beteiligten zu sagen. Beim privaten Hörfunk in NRW sieht das schon anders aus. Er ist nämlich etwas eigenartig konstruiert. Die 45 örtlichen lokalen privaten Hörfunksender gibt es nur unter dem Dach von "Radio NRW". Daran ist der WDR mit 24,9 Prozent beteiligt - und wer landesweite Hörfunkwerbung schalten will, kommt an der Westfunk GmbH mit Sitz in Essen, einer 100-prozentigen Tochter der WAZ nicht vorbei. Es ist wie so oft in NRW: alles hängt mit allem zusammen.

Wie soll das große Geschäft aussehen?

Im März soll nun das große Geschäft, die Online-Kooperation von WDR und WAZ, verkündet werden. Man darf gespannt sein, wie es aussehen soll. Kann ein öffentlich-rechtlicher Sender überhaupt Filme und Bilder, die doch von uns allen finanziert wurden, exklusiv an einzelne Verlage weiterverkaufen? Dürfen diese vielleicht nur zeigen, was ohnehin auf den Online-Portalen der Sender bereits abrufbar ist? Aber warum soll es dann Exklusiv-Verträge geben? Schon verhandeln auch die "Süddeutsche Zeitung" und das ZDF; "Focus" und der Bayerische Rundfunk.

Allen, die nicht zu diesen exklusiven Runden zählen; also etwa den Herren Lensing-Wolff und DuMont aus NRW, darf jedenfalls jetzt schon geraten werden, prophylaktisch das Kartellamt vorzuwarnen beziehungsweise sich von der KEK (Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich) erklären zu lassen, worin wohl "vorherrschende Meinungsmacht" bestehen könnte.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(