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Joachim Fest: Hitler-Biograf ist tot

Der Publizist und Historiker Joachim Fest ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Einen Namen machte er sich als Mitherausgeber der "FAZ", bekannt wurde er aber durch seine Biografie über Adolf Hitler.

Im Alter von 79 Jahren ist der Historiker und Journalist Joachim Fest gestorben. Der Hitler-Biograf starb am Montagabend in der Taunusgemeinde Kronberg, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" mitteilte. Angaben über die Todesursache machte die Zeitung nicht. Dem breiten Publikum wurde Fest vor allem durch seine 1973 erschienene Hitler-Biografie und weitere Publikationen zur NS-Zeit bekannt, für die er zahlreiche Preise erhielt, darunter den Henri-Nannen-Preis (2006), den Ludwig- Börne-Preis (1996) und den Lübecker Thomas-Mann-Preis (1981). Die Hitler-Biografie von Fest diente als Grundlage für den deutschen Kinofilm "Der Untergang" (2004).

Als Mitherausgeber der "FAZ" bekannt

Fest wurde am 8. Dezember 1926 als Sohn eines Lehrers in Berlin geboren. In Freiburg, Frankfurt am Main und in Berlin studierte er unter anderem Jura, Geschichte und Germanistik. Seine berufliche Laufbahn begann er als Redakteur beim Berliner Sender RIAS, ehe er 1961 zum Norddeutschen Rundfunk (NDR) wechselte.

In den 1960er Jahren leitete Fest beim NDR des Politmagazin "Panorama", von 1963 bis 1968 war er NDR- Chefredakteur. Als CDU- Abgeordneter in Berlin-Neukölln machte er einen Kurzausflug in die Politik, bevor er 1973 zur "FAZ" kam. Fest war von 1973 bis 1993 Mitherausgeber der "FAZ", wo er für das Feuilleton zuständig war.

Nach der Veröffentlichung seiner Hitler-Biografie 1973 folgten weitere Werke zur Zeitgeschichte. In der kommenden Woche sollen unter dem Titel "Ich nicht" seine Kindheits- und Jugenderinnerungen erscheinen.

Fest, 1926 in Berlin geboren, wäre am 8. Dezember 80 Jahre alt geworden. Er hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Söhne.

AP/DPA / AP / DPA
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