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Bundesgartenschau in Koblenz: Regionales Publikum und Hundeboxen

Sonne und viel Lust auf Blumen: Mehr als 50 000 Menschen kamen nach Angaben der Organisatoren zur Buga an den ersten drei Tagen. Einige Anlaufschwierigkeiten hätten die positive Bilanz nicht getrübt.

Mehr als 50 000 Besucher hat die Bundesgartenschau in Koblenz am ersten Wochenende angelockt. "Wir sind sehr zufrieden, mit so einer Resonanz haben wir nicht gerechnet", sagte eine Buga-Sprecherin am Sonntag auf Anfrage. Sie räumte aber kleine Anlaufschwierigkeiten ein: Die Kasse habe Software-Probleme, es gebe zu wenige Mülleimer und die Beschilderung müsse da und dort noch verbessert werden. Bei meist sonnigem Frühlingswetter trübte dies aber der Sprecherin zufolge nicht die gute Stimmung.

Vor allem Dauerkartenbesucher strömten auf das Areal, nachdem Bundespräsident Christian Wulff die Gartenschau am Freitag eröffnet hatte. Höhepunkt des Wochenend-Programms war ein Sternmarsch mit rund 6000 Teilnehmern. Zu Fuß oder per Schiff trafen Vereine aus den Koblenzer Stadtteilen - bunt kostümiert - am Deutschen Eck ein und gestalteten dort ein Bühnenprogramm. "Mit dem Zug stellen sich die Koblenzer als gastfreundliche und weltoffene Stadt dar und zeigen, dass die Stadtteile und ihre Bürger hinter dem Großereignis Bundesgartenschau stehen", erklärten die Organisatoren.

Die meisten Gäste stammen bislang aus der Region, wie die Sprecherin sagte. "Das ist aber bei Bundesgartenschauen normal, dass sich erst die Einheimischen ein Bild verschaffen." Zur ersten Buga in Rheinland-Pfalz überhaupt werden bis zum 16. Oktober zwei Millionen Gäste erwartet. Zum Auftakt zählten die Organisatoren von Freitag bis Sonntagnachmittag rund 53 000 Besucher. Die Polizei meldete keine Zwischenfälle, auch der Verkehr lief reibungslos.

Die Gartenschau erstreckt sich auf den Blumenhof am Deutschen Eck, das Kurfürstliche Schloss und die etwa 100 Meter oberhalb der Rheins thronende Festung Ehrenbreitstein. Hauptattraktion ist eine neue Seilbahn über den Rhein. Sie bietet spektakuläre Ausblicke auf die 106 000-Einwohner-Stadt. Das Areal ist bis zum Sonnenuntergang geöffnet. "An den ersten Tagen blieben aber viele Besucher länger - wir schmeißen niemanden raus", sagte die Sprecherin. Die Gäste könnten das Areal dann durch die Drehkreuze wieder verlassen.

Probleme gibt es nach Auskunft der Sprecherin bislang auch mit den Hundeboxen, wo Vierbeiner abgegeben werden können. "Das Veterinäramt verlangt einen Impfpass und den haben viele Hundebesitzer nicht dabei." Sie hoffe aber, dass es dafür bald eine Lösung gibt. Das Bundesgartenschau-Areal ist für Hunde tabu, ausgenommen sind Begleithunde von Behinderten.

DPA / DPA
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