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Hamburg und Berlin Vorübergehend geschlossen. Oder für immer? Welche Folgen Corona für Clubs und Bars hat

Coronavirus Clubsterben
Auch die Hamburger "Prinzenbar" ist wegen der Schließung im Zuge der Corona-Krise in Gefahr
© xim.gs / Philipp Szyza / Picture Alliance
Die Schließungen von Clubs und Bars haben zur Folge, dass Existenzen bedroht sind. In Hamburg wird deshalb zu Spenden aufgerufen. 

Es ist ein einfaches Prinzip: Um die Covid-19-Ansteckungswelle zu verlangsamen und das Gesundheitssystem zu entlasten, müssen sich Bürger isolieren. Ausgehen, Club-Besuche, Bar-Hopping - all das kann und darf es in den kommenden Wochen nicht geben. Jeder Einzelne schützt das Kollektiv.

Clubsterben wegen des Coronavirus? 

Doch die von der Politik angeordneten Schließungen haben schwerwiegende Folgen für die Existenz mancher Kultureinrichtungen. In der "Hamburger Morgenpost" schlägt Thore Debor, Geschäftsführer des Hamburger Clubkombinats, Alarm. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass einige der Nachtclubs in der Hafenstadt insolvent gehen werden. "Wir stehen vor existentiellen Herausforderungen, die ihresgleichen suchen", sagt Debor der "Mopo". Die gleiche Angst plagt Club-Betreiber in Deutschlands Party-Hochburg Berlin, wie die "Clubcommission Berlin", der Verband der Berliner Club-, Party- und Kulturveranstalter*innen, in der vergangenen Woche verlauten ließ.

"Was das insbesondere für Kulturschaffende bedeutet, ist jedem klar, der auch nur im Ansatz weiß, wie die wirtschaftlichen Verhältnisse in unserem kleinen Kosmos aussehen", schrieben die Betreiber des Berliner Clubs "Kater Blau" auf der Facebook-Seite der Diskothek. Auf der Website der "Clubcommission" wird dargelegt, wie eine Insolvenz verhindert werden könnte: "Die Clubcommission hat daher im Kontakt zu Banken und Crowdfunding-Anbietern sowie dem Berliner Senat aufgenommen, um einen Rettungsfonds für soziale Härtefälle einzurichten", heißt es dort. 

Spendenkonto eingerichtet

Das Hamburger Clubkombinat hat fürs Erste ein Spendenkonto eingerichtet, über das Bürger die Kultureinrichtungen unterstützen können. "Wir werden transparent machen, wie genau wir die Spendengelder verwenden und anhand eines Verteilungs- und Berechnungsschlüssels aufteilen, wahrscheinlich schon am Dienstag oder Mittwoch", so Debor im Gespräch mit der "Mopo". Die Daten des Spendenkontos finden Sie über diesen Link

Quellen: "Mopo" / "Clubcommission" / "rbb24"

ls

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