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Musikpreis Drake fordert Rücknahme seiner Grammy-Nominierungen

Drake bei einem Basketball-Spiel der NBA.
Der Rapper Drake wirft den Veranstaltern des Musikpreises vor, ihn als schwarzen Künstler in eine Schublade zu stecken.
© Mark J. Terrill / DPA
Der kanadische Rapper Drake will bei der Vergabe der 64. Grammy-Awards nicht mehr berücksichtigt werden. Seit Jahren bemängeln schwarze Künstler:innen eine systematische Benachteiligung bei dem amerikanischen Musikpreis.

Der kanadische Superstar Drake hat offenbar darum gebeten, dass seine beiden Grammy-Nominierungen in diesem Jahr zurückgezogen wurden. Aus dem Künstler nahestehenden Kreisen heißt es, die Entscheidung sei von Drake und seinem Management getroffen und von den Veranstaltern des prestigeträchtigen US-Musikpreises akzeptiert worden. Eine mit dem Vorgang vertraute Person beim Veranstalter Recording Academy bestätigte die Informationen.

Drake war für zwei Preise nominiert

Drakes Nominierungen wurden demnach von der offiziellen Website der Grammys entfernt, als die Endrunde der Stimmabgabe für die Auszeichnungen begann. Die 64. Grammy-Verleihung soll am 31. Januar in Los Angeles stattfinden.

Drake, einer der meistverkauften und einflussreichsten Musiker der Welt, hat bereits vier Grammys gewonnen. Er war dieses Jahr erneut für zwei Rap-Preise nominiert. Sein Hit-Album "Certified Lover Boy" wurde allerdings in den wichtigsten Kategorien übergangen. 

Der 35-Jährige äußerte sich in seiner Story ausführlich zu der Thematik: "Ich glaube wir sollten aufhören jedes Jahr schockiert über die Entkopplung von eindrücklicher Musik und diesen Preisen zu sein und einfach akzeptieren, dass diese ehemals höchste Form der Anerkennung die derzeitigen und zukünftigen Künstler nicht mehr interessieren." 

Seine Entscheidung, die Nominierungen nicht zu akzeptieren, begründete er unter anderem mit der Nicht-Berücksichtigung des kanadischen Sängers The Weeknd in den Kategorien Album des Jahres und Song des Jahres. Für die Zukunft sprach sich Drake für einen neuen Musikpreis aus: "Nun ist eine großartige Zeit etwas Neues zu entwickeln, was auch die zukünftigen Generationen berührt."

Schwarze Künstler fühlen sich benachteiligt

Der Künstler hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach mit den mächtigen Veranstaltern der Grammy Awards angelegt. Er wirft ihnen vor, ihn als schwarzen Künstler:innen in eine Schublade zu stecken. Andere Spitzenkünstler wie The Weeknd, Frank Ocean und Jay-Z haben die Grammys in den letzten Jahren als irrelevant bezeichnet und ebenfalls darauf hingewiesen, dass sie schwarze Künstler nicht anerkennen.

Der Sänger ist derzeit auch mit Klagen wegen einer Massenpanik bei einem Festival in Texas Anfang November konfrontiert, bei der zehn Menschen starben.

Quelle:Variety

jus AFP

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