Er geht ins Ausland
Georg Restle verabschiedet sich von "Monitor"

Seit 2012 war Georg Restle Redaktionsleiter und Moderator des ARD-Politmagazins "Monitor".
Seit 2012 war Georg Restle Redaktionsleiter und Moderator des ARD-Politmagazins "Monitor".
© WDR/Ben Knabe
Nach 14 Jahren verlässt Moderator Georg Restle das ARD-Politmagazin "Monitor". Ab Juni leitet er das ARD-Studio in Nairobi, Kenia.

Moderator Georg Restle (60) hört beim ARD-Politmagazin "Monitor" auf. Bereits am 26. März 2026 wird der Politjournalist seine letzte Sendung moderieren, wie der WDR in einer Pressemitteilung bekannt gab. Über die Nachfolge Restles wird der Sender zu einem späteren Zeitpunkt informieren, heißt es weiter.

Seit 2012 war Georg Restle Redaktionsleiter und Moderator des Politmagazins "Monitor". WDR-Chefredakteurin Politik und Zeitgeschehen Ellen Ehni (52) würdigte den Moderator mit den Worten: "Georg Restle steht für hintergründigen und kritischen Journalismus mit Rückgrat. Bei 'Monitor' hat er mit seinem exzellenten journalistischen Kompass stets große Zusammenhänge aufgezeigt und deutlich gemacht, was sie für Menschen hier in Deutschland bedeuten. Er sucht Geschichten auch hinter und neben der Schlagzeile und beleuchtet akribisch die Hintergründe von Themen, die in der öffentlichen Debatte mehr Aufmerksamkeit verdient haben."

Georg Restle übernimmt ARD-Studio in Nairobi

Ab Juni übernimmt Georg Restle die Leitung des crossmedialen ARD-Studios in Nairobi, Kenia. Er folgt damit auf Antje Diekhans, die seit August 2025 gemeinsam mit Juliane Fliegenschmidt die WDR-Auslandsabteilung in Köln leitet. Georg Restle war bereits in der Vergangenheit als Auslandkorrespondent tätig. Von 2010 bis 2012 war er Korrespondent für das ARD-Studio in Moskau, im Jahr 2022 berichtete er mehrfach aus der Ukraine. Außerdem macht er regelmäßig Studiovertretungen, zum Beispiel in Warschau und Nairobi.

Berichterstattung aus afrikanischen Ländern stärken

"Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, der ich mit großer Demut begegne", so Restle. "Es geht mir vor allem darum, die Berichterstattung aus afrikanischen Ländern in der ARD zu stärken und die großen Themen aus diesem riesigen Berichterstattungsgebiet einem deutschen Publikum näher zu bringen, gerade weil sie auch von hoher Relevanz für uns sind." Er fügt an: "Ob Geopolitik, Migration oder die neuen Kriege um Rohstoffe, damit habe ich mich bei 'Monitor' journalistisch beschäftigt - das wird mich auch in Nairobi beschäftigen. Insoweit entspricht die neue Aufgabe auch meinem journalistischen Anspruch, Themen und Geschichten nach vorne zu bringen und Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sonst nicht gesehen oder gehört werden."

Auch Ellen Ehni zeigt sich erfreut über die Neubesetzung: "Ich freue mich, dass wir Georg Restle in diesen Zeiten als crossmedialen Studioleiter für dieses spannende Berichtsgebiet gewinnen konnten, das geopolitisch immer mehr an Bedeutung gewinnen wird." Das ARD-Studio in Kenia wurde 1973 eingerichtet. Es berichtet für die ARD aus fast 40 afrikanischen Ländern.

Georg Restle studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und Internationales Recht in London. Im Jahr 2000 wurde er Redakteur beim WDR-Politikmagazin "Monitor". 2012 übernahm er die Redaktionsleitung und die Moderation. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Politmagazin von der linearen Sendung auch zur digitalen Marke. Im Jahr 2020 erhielt er stellvertretend für die "Monitor"-Redaktion den Grimme-Preis in der Kategorie "Besondere journalistische Leistung".

SpotOnNews

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