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"Atemlos" Ein Mix aus "Bourne Identity" und "American Pie"


Nathan Harper ist ein normaler, amerikanischer Teenager. Bis seine Eltern eines Tages im eigenen Haus umgebracht werden. "Atemlos - Gefährliche Wahrheiten" zeigt mit "Twilight"-Star Taylor Lautner einen jugendlichen Held zwischen Alltag und rasanter Actionjagd.

Als muskulöser Teenager verdrehte Taylor Lautner in der Vampirsaga "Twilight" nicht nur der Figur seiner Leinwandkollegin Kristen Stewart den Kopf, sondern auch unzähligen Mädchen weltweit. Nun wagt der 19-jährige US-Amerikaner einen Schritt in eine andere Richtung und probiert sich in Johns Singletons "Atemlos - Gefährliche Wahrheiten" in einem Action-Thriller.

Als Nathan Harper (Lautner) und seine Nachbarin Karen Lowell ein Schulprojekt über vermisste Kinder durchführen möchten, stoßen sie auf einen verblüffenden Fund: Nathan selbst ist bei den Fotos dabei. Doch damit nicht genug, werden kurz darauf seine scheinbaren Eltern von Auftragskillern umgebracht. Den Jugendlichen bleibt nichts anderes übrig als Hals über Kopf zu fliehen, inmitten der Wirren einer zwielichtigen Affäre der CIA und einer kriminellen Bande.

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Eineinhalbstündiges Effektfeuerwerk

Regisseur John Singleton ("2 Fast 2 Furious") hat für seinen neusten Film auf zwei aufstrebende Sterne der jungen Hollywood-Generation zurückgegriffen. Mit Lautner wurde einer der Schauspieler der Vampirsaga "Twilight" engagiert, Lily Collins machte mit ihrer Rolle in "The Blind Side" auf sich aufmerksam. Erfahrene Altstars wie Sigourney Weaver ("Alien") verstärken den Cast.

Mit dem Hauptdarsteller Lautner wurde dann auch eine gute Besetzung für den Film gefunden. Denn das Ziel von Regisseur Singleton scheint nicht weniger gewesen zu sein, als Abenteuerspektakel wie "Die Bourne Identität" mit High-School-Filmen wie "American Pie" zu verbinden und daraus einen spannenden Action-Thriller zu schaffen. Allerdings verfügt weder der Protagonist über die schauspielerischen Fähigkeiten, die Dramatik der Handlung auch nur annähernd zu transportieren, noch entsprechen die Geschehnisse irgendeinem Realismus.

Rund anderthalb Stunden lang wird ein Effektfeuerwerk abgebrannt, ohne Höhepunkte, ohne Tiefe. Lautners Kollegin Lily Collins bleibt bei dem ganzen Geschehen dann nur noch dauerpassive Garnierung für den testosterongetriebenen Jungstar. Und so halten bis zum Ende des Films die zwei Jugendlichen eine ganze Reihe ausgebildeter Killer und CIA-Agenten auf Trab, während der Zuschauer ungläubig zurückbleibt. Statt auf eine glaubwürdige Handlung und echtes Talent zu setzen, hoffte man wohl, mit dem "Twilight"-Flagschiff des jungen Hollywoods jede Logiklücken umschiffen zu können. Schade.

Gerrit ter Horst, DPA DPA

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