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"Basic Instinct 2": Sharon Stone bestand auf mehr Nacktszenen

Sharon Stone ist mit der verruchtesten Rolle ihrer Karriere wieder zurück. Als Männer verstörende Kriminalschriftstellerin Catherine Tramell gibt sie auch mit 48 Jahren noch eine super Figur ab.

Sharon Stone findet es lächerlich, wenn ältere Schauspieler wie Sean Connery oder Michael Douglas im Film mit 35 Jahre jüngeren Frauen turteln. "Als ob gleichaltrige Frauen nicht mindestens so sexy wären", sagte die 48-Jährige in einem Interview der Illustrierten "Bunte". Sie habe mit dem zweiten Teil des Erfolgsfilms "Basic Instinct" (Kinostart 30. März) zeigen wollen, "dass auch eine Frau, die bald 50 wird, sexuell attraktiv ist". Sie habe deshalb auch auf mehr Nacktszenen bestanden als ursprünglich vorgesehen waren. "Mir lag daran, das Selbstbewusstsein dieser Frau zu unterstreichen", sagte die Amerikanerin.

Im ersten "Basic-Instinct-Film" vor 14 Jahren erregte sie großes Aufsehen mit der berühmt gewordenen Szene, in der sie als Kriminalschriftstellerin Catherine Tramell bei der polizeilichen Vernehmung ihre Beine überschlägt und erkennbar wird, dass sie nichts unter dem Minirock trägt. Eine weitere Fortsetzung schloss sie in dem Interview nicht aus. Sie fügte hinzu: "Und mit 75 mache ich dann Basic Instinct 4: Heißer Sex im Altersheim."

"Verführung ist eine Falle"

In einem Interview der Zeitschrift "Max" sagte Sharon Stone, dass sie es eigentlich für falsch halte, wenn Frauen Männer mit ihrem Sexappeal manipulieren und versuchen, Macht mit Koketterie zu demonstrieren. Frauen würden von klein auf darauf getrimmt, sich Männern zu unterwerfen und ihre Integrität hinter dieser Fassade von Weiblichkeit und anderen stereotypen Verhaltensweisen zu verstecken. "Verführung ist eine Falle", sagte die Schauspielerin. "Ich habe dieses Spiel jahrelang gespielt, und ich glaubte, dass ich wirklich keine andere Chance hatte, weil so eben die Filmindustrie funktioniert."

"Ich hatte genug Männer in meinem Leben"

Nach ihrem Schlaganfall im Jahr 2001 habe sie nur in schlechten, erfolglosen Filmen mitgespielt, "und ich verlor nach und nach mein Selbstbewusstsein", sagte Stone. "Ich war auch mit meinem Privatleben unzufrieden, und ich hatte das Gefühl, auf eine falsche Spur gekommen zu sein." Heute fühle sie sich befreit und sei bereit, nach vorn zu sehen. Die allein erziehende Mutter zweier Kinder möchte keinen Mann an ihrer Seite haben. "Ich hatte genug Männer in meinem Leben, und es besteht bei mir im Moment kein dringender Bedarf. Ich habe keine Zeit, diese Verführungsspielchen zu spielen, und ich brauche auch niemanden, der mich mittwochabends zum Dinner ausführt", sagte sie der "Max".

AP / AP