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'Bollywood/Hollywood': Farbenfrohe Vermählung zweier Filmwelten

Der Inder Rahul liebt seine kanadische Freundin Kim - gegen den Willen der traditionellen Frau Mama. Um die Hochzeit seiner schwangeren Schwester zu retten, muss eine Alibibraut her. Indisches Gefühlskino in Hollywood-Manier und mit viel augenzwinkernden Stereotypen.

Die bei 'Bollywood'-Filmen übliche Überlänge hat die bekannte indische Regisseurin Deepa Mehta vermieden - einer der 'Hollywood'-Anteile dieses bi-kulturellen Musicals. Die Thematik wird eher den traditionellen indischen Familienbräuchen gerecht, betrachtet sie aber mit Augenzwinkern.

Der Inder Rahul (Rahul Seth) lebt in Kanada mit seiner weißen Freundin zusammen. Und das, obwohl er seinem indischen Daddy auf dem Totenbett versprochen hat, ein würdiges Familienhaupt abzugeben. Schon hängt der Clansegen schief, denn die Matriarchinnen der Familie, Grandma ji und Mummy ji sind absolut dagegen, dass Rahul sich mit einer Nicht-Inderin einlässt. Sie beschließen, dass ihr Sohn ein nettes indisches Mädchen heiraten soll - notfalls mit Erpressermethoden. Wenn Rahul sich weigert, wollen sie die Hochzeit seiner schwangeren Schwester Twinky platzen lassen. Rahuls Ausweg ist nicht unüblich - er überredet seine Barbesäufnis-Zufallsbekanntschaft Sue (Lisa Ray), vorübergehend die Alibibraut zu miemen.

Das tragischfröhliches Gefühlsfest zwischen Orient und Okzident startet am 26. Juni in den deutschen Kinos.

DPA
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