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69. Filmfestival Venedig: Polit-Drama eröffnet Rennen um den Goldenen Löwen

Mit dem Polit-Drama "The Reluctant Fundamentalist" werden an diesem Mittwoch die 69. Internationalen Filmfestspiele in Venedig eröffnet.

Das Polit-Drama "The Reluctant Fundamentalist" gibt den Startschuss für die 69. Auflage der Filmfestspiele in Venedig. Zur Premiere des Werks der Inderin Mira Nair werden am Mittwoch Abend auch die Stars Kate Hudson und Kiefer Sutherland erwartet.

Im Wettbewerb des Festivals konkurrieren 18 Filme um den Hauptpreis, den Goldenen Löwen. Er wird am 8. September von einer internationalen Jury unter Vorsitz des US-Regisseurs Michael Mann ("Der letzte Mohikaner") vergeben. Das Festival wird in diesem Jahr von Alberto Barbera geleitet. Er war bereits vor zehn Jahren Direktor der Filmfestspiele gewesen und kehrte nun auf den Posten zurück.

Venedig: Das älteste Filmfestival der Welt

Im Wettbewerb gibt es in diesem Jahr keine Filme von deutschen Regisseuren, allerdings zwei wichtige deutsche Koproduktionen: Für "Passion" konnte Brian De Palma ("Mission: Impossible", "Scarface") den "Millennium"-Star Noomi Rapace und die deutsche Schauspielerin Karoline Herfurth gewinnen. "Paradies: Glaube" wurde ebenfalls aus Deutschland mitfinanziert. Darin erzählt der Österreicher Ulrich Seidl von einer Frau, die religiös-missionarisch getrieben ist.

Mit Spannung erwartet werden im Wettbewerb auch die neuen Werke von Paul Thomas Anderson und Terrence Malick. Anderson kommt mit "The Master" an den Lido und bringt dafür wahrscheinlich seinen Star Philip Seymour Hoffman mit. Malick zeigt "To the Wonder" mit Javier Bardem und Ben Affleck. Der US-Amerikaner hatte im vergangenen Jahr beim Filmfest Cannes mit "The Tree of Life" den Hauptpreis gewonnen.

Die Filmfestspiele in Venedig sind das älteste Festival der Welt. Sie feiern 2012, trotz einiger Unterbrechungen in den Anfangsjahren, ihr 80-jähriges Bestehen. Zusammen mit den Festspielen in Berlin und Cannes zählen sie zu den wichtigsten Festivals der Branche.

DPA / DPA