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Großaufnahme in memoriam: 18 Dinge, die Sie über Audrey Hepburn wissen müssen

Sie zählt zu den am meisten geliebten Schauspielerinnen der Filmgeschichte, ihr Stil wird bis heute imitiert und mit ihrer Menschlichkeit war sie Millionen Menschen ein Vorbild. Am 20. Januar jährt sich der Todestag von Audrey Hepburn zum 25. Mal. Erinnerungen an eine Unsterbliche.   

Audrey Hepburn

Vor 25. Jahren starb die große Filmschauspielerin Audrey Hepburn

Picture Alliance

Audrey Hepburn wurde am 4. Mai 1929 in Ixelles, Brüssel, Belgien als Tochter des Bankiers Joseph Victor Anthony Ruston und der niederländischen Baronin Ella van Heemstra geboren. Sie starb am 20. Januar 1993 im schweizerischen Tolochenaz.

•Ihre Kindheit verbrachte sie in Belgien, England und den Niederlanden. Mit zwölf Jahren begann sie in Arnheim Ballettunterricht zu nehmen, nach dem Krieg lernte sie in Amsterdam bei Sonia Gaskell. 1948 folgte in London ein Stipendium bei der legendären Marie Rambert, die unter anderen mit Nijinsky gearbeitet hatte. Die attestierte ihr zwar großes Talent, doch weil sie zu groß und aufgrund der entbehrungsreichen Kriegsjahre körperlich labil war, musste Audrey ihren Traum, eine Prima Ballerina zu werden aufgeben.

•Während der Schlacht um Arnheim pflegte die 16-jährige Audrey in einem der Krankenhäuser verwundete Soldaten der Alliierten. Einer von ihnen war ein junger britischer Fallschirmjäger namens Terence Young, der später als Regisseur einige James-Bond-Filme und mit ihr 1967 den Thriller "Warte, bis es dunkel ist" drehte.

•Ihre erste Kinorolle, eine KLM-Stewardess, spielte sie 1948 in dem Werbefilm "Nederlands in 7 lessen"


•In den folgenden Jahren stand sie in zahlreichen Nebenrollen vor der Kamera und wirkte in diversen Tanzrevuen mit, darunter "Sauce Piquante" (1950). Hier ist sie kurz bei der Präsentation einiger Kostüme aus der Show im Londoner Cambridge Circus Theatre zu sehen:


•1953 wurde sie mit der Romanze "Ein Herz und eine Krone" schlagartig weltberühmt. Ursprünglich wollten die Produzenten die Rolle der Prinzessin Ann, die sich in einen US-Journalisten verliebt, mit Elizabeth Taylor besetzen. Regisseur William Wyler war aber so beeindruckt von Audreys Screentest, dass er stattdessen sie besetzte. Ihr Filmpartner Gregory Peck setzte außerdem bei Wyler durch, dass der Name der Newcomerin gleich groß mit seinem im Vorspann erschien. "Das musst du ändern", sagte er zu ihm, "denn sie wird ein großer Star, und ich werde wie ein großer Dummkopf aussehen." Hier der Screentest:


•Audrey gewann gleich für diese erste Hauptrolle den Oscar. Vier weitere Nominierungen für "Sabrina" (1954), "Geschichte einer Nonne" (1959), "Frühstück bei Tiffany" (1961) und "Warte, bis es dunkel ist" (1967) sollten folgen. 

•Sie ist erlauchtes Mitglied im EGOT-Club, zählt also zu den wenigen Künstlern, die den Emmy (für die Reihe "Gärten der Welt", postum 1993), den Grammy (Bestes gesprochenes Album für Kinder: "Audrey Hepburn’s Enchanted Tales", postum 1994), den Oscar, sowie den Tony als Beste Bühnendarstellerin in "ndine" (1954) gewonnen haben. 

•Audrey sprach fünf Sprachen fließend: Englisch, Niederländisch, Spanisch, Französisch und Italienisch.

•1954 wurde ein junger, unbekannter Modedesigner namens Hubert de Givenchy beauftragt, Audreys Garderobe für "Sabrina" zu entwerfen. Der Beginn einer lebenslangen, stilprägenden Freundschaft. Givenchy kleidete sie für sechs weitere Filme und auch privat ein. 1957 wurde Audrey außerdem das Gesicht für sein erstes Parfüm L'Interdit.

•Audrey war zweimal verheiratet, vom 25. September 1954 bis 5. Dezember 1968 mit dem US-Schauspieler Mel Ferrer, mit dem sie einen Sohn, Sean, heute 57, hat. Die zweite Ehe mit dem italienischen Psychiater Andrea Dotti währte vom 18. Januar 1969 bis zum 21. Dezember 1982. Ihr gemeinsamer Sohn heißt Luca, der am 8. Februar 48 wird. Bis zu ihrem Tod war sie mit dem niederländischen Schauspieler Robert Wolders liiert.

•Truman Capote, der Autor von "Frühstück bei Tiffany", hatte sich Marilyn Monroe für die Hauptrolle der Holly Golightly gewünscht, und war ziemlich verstimmt, dass sein Roman für die Verfilmung entschärft und Audrey besetzt wurde. Dennoch attestierte er ihr, dass sie "einen großartigen Job" gemacht habe.

•Manche Dinge sollte man lieber lassen. Zum Beispiel eine Film-Biografie wie "The Audrey Hepburn Story" (2000) zu drehen. Welche Schauspielerin hätte schon ausreichend Klasse für die Titelrolle? Defintiv nicht Jennifer Love Hewitt:


•Ab 1989 engagierte sich Audrey sehr stark für die Unicef. Ihre Reisen in zahleiche Krisengebiete sorgten weltweit für Aufsehen. Schon 1950 hatte sie für die Kinderhilfsorganisation der UN zwei Radiosendungen moderiert. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz wollte sie etwas zurückgeben für die Hilfe, die ihr nach dem Krieg von der Nothilfe- und Wiederaufbauverwaltung der Vereinten Nationen (UNRRA) zuteil geworden.

•Mit Hilfe digitaler Technik avancierte Audrey postum zur Werbefigur. Für japanischen Eistee:


Und für US-britische Schokolade:


•Das sagte sie:
"Ich hätte nie gedacht, dass ich mit einem Gesicht wie meinem mal beim Film landen würde."

"Ich denke, dass Sex überbewertet wird. Ich weiß, dass ich keinen Sexappeal habe. Ich finde eher, dass ich ziemlich lustig aussehe. Das fängt schon bei meinen komischen Zähnen an. Und ich verfüge über keins der Merkmale, die normalerweise eine Leinwand-Königin auszeichnen, inklusive der Körperproportionen."

•Das sagten andere:
"Audrey war berühmt für etwas, das verschwunden war – Eleganz, Anmut und Manieren. Gott küsste sie auf die Wange und da war sie." (Billy Wilder)

"Sie war die erste, die etwas, das nicht sexy war sexy machte." (US-Modedesignerin Cynthia Rowley)

"Das Einzige, was ich mir zu Weihnachten wünsche, ist ein weiterer Film mit Audrey Hepburn." (Cary Grant)

Audrey Hepburn für Einsteiger:

„Ein Herz und eine Krone“ (1953)
„Sabrina“ (1954)
„Ein süßer Fratz“ (1957)
„Geschichte einer Nonne“ (1959)
„Frühstück bei Tiffany“ (1961)
„Charade“ (1963)
„My Fair Lady“ (1964)
„Zwei auf gleichem Weg“ (1967)
„Warte, bis es dunkel ist“ (1967)

Bildband Audrey Hepburn: Wie der Filmstar zur Stilikone wurde
Dieses Image hat sich festgesetzt: Auf vielen Bildern wirkt die junge Audrey Hepburn unschuldig, schüchtern und immer ein wenig zu fragil für diese Welt. Das Foto entstand im Rahmen der Dreharbeiten zur Tolstoi-Verfilmung "Krieg und Frieden".

Dieses Image hat sich festgesetzt: Auf vielen Bildern wirkt die junge Audrey Hepburn unschuldig, schüchtern und immer ein wenig zu fragil für diese Welt. Das Foto entstand im Rahmen der Dreharbeiten zur Tolstoi-Verfilmung "Krieg und Frieden".