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Oscars 2018: Nach Belästigungsvorwürfen: Casey Affleck sagt Teilnahme an den Oscars ab

Nach der Debatte um #Metoo will Casey Affleck der Oscar-Verleihung 2018 fernbleiben. Bis heute wird diskutiert, ob Affleck im vergangenen Jahr hätte gewinnen dürfen, nachdem ihm zwei Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. 

Im vergangenen Jahr gewann für "Manchester by the Sea" den Oscar als "bester Hauptdarsteller". Wie es Tradition ist, müsste Affleck bei der Verleihung im März den Preis für die "beste Hauptdarstellerin" überreichen. Jetzt hat der 42-Jährige seine Teilnahme an der Filmgala abgesagt. Grund hierfür ist die anhaltende Debatte um sexuelle Gewalt und Machtmissbrauch in Hollywood. 

Casey Affleck gewann trotz der Vorwürfe gegen ihn

Seit 2010 halten sich Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den Schauspieler. Während der Dreharbeiten zu dem Film "I'm Still Here" soll der von Oscarpreisträger Ben Affleck eine Produzentin und eine Kamerafrau sexuell bedrängt und belästigt haben. Die mutmaßlichen Opfer reichten eine Zivilklage ein, die damals außergerichtlich beigelegt wurde. Ob und wenn ja wieviel Geld Affleck den beiden Frauen zahlte, wurde nie veröffentlicht. Er selbst bestreitet die schlimmen Vorwürfe bis heute. 

Als Affleck im vergangenen Jahr für den Oscar nominiert wurde - den er schließlich auch gewann - kritisierten viele die Entscheidung der Academy. Denn obwohl seine Leistung in "Manchester by the Sea" von den meisten hochgelobt wurde, war die Befürchtung groß, Affleck würde als Oscarpreisträger noch mehr Macht in Hollywood bekommen. Als Brie Larson (Oscarpreisträgerin von 2016) ihm die goldene Statue bei der Zeremonie überreichte, klatschte sie nicht. Viele fassten Larsons unterkühlte Reaktion als Seitenhieb gegen Affleck auf. 

Die Oscar-Akademie begrüßt Afflecks Entschluss

Dass eine ähnliche Situation auch in diesem Jahr entsteht, will Affleck mit seiner Absage jetzt offenbar vermeiden. "Wir begrüßen diese Entscheidung, um so den Fokus ganz auf die Show und auf die großartige Arbeit in diesem Jahr zu richten", hieß es in einem Statement der Oscar-Akademie. 

In der Kategorie "beste Hauptdarstellerin" sind in diesem Jahr nominiert:

Sally Hawkins, "The Shape of Water", Frances McDormand, "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri", Margot Robbie, "I, Tonya", Saoirse Ronan, "Lady Bird" und Meryl Streep in "The Post". 


ls
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo