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Deutscher Fernsehpreis: RTL sahnt ab

Zum fünften Mal wurde in Köln der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Der Privatsender RTL schnitt bei der Verleihung in 26 Kategorien mit neun Preisen am besten ab.

Mit dem Deutschen Fernsehpreis ist als bester Fernsehfilm des Jahres der ZDF-Krimi "Unter Verdacht - Eine Landpartie" mit Senta Berger in der Hauptrolle ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung am Samstagabend in Köln ging der Deutsche Fernsehpreis für die besten Schauspieler an Edgar Selge in der Rolle des einarmigen Kommissars in der ARD-Krimireihe "Polizeiruf 110" und Ulrike Krumbiegel in dem SWR-Film "Geschlecht: weiblich" über eine krebskranke Frau.

Rudi Carrell erhielt den Ehrenpreis der Stifter RTL, Sat1, ARD und ZDF. Der durch Zuschauerabstimmungen ermittelte Publikumsliebling ist Günther Jauch. Seine Konkurrenten waren Harald Schmidt und Oliver Geißen. Harald Schmidt bekam den Deutschen Fernsehpreis für seine Show bei "Sat1" als beste Comedy-Sendung.

Zum ersten Mal wurde die beste Sitcom ausgezeichnet

Zur besten Unterhaltungssendung kürte die Jury den RTL-Sängerwettbewerb "Deutschland sucht den Superstar". Bester Moderator einer Unterhaltungssendung wurde Hape Kerkeling in der RTL-Sendung "Die 70er Jahre Show".

Der Deutsche Fernsehpreis für die beste Serie ging an die RTL-Polizeiserie "Abschnitt 40". Als beste Schauspielerin in einer Serie wurde Christiane Hörbiger für die ARD-Reihe "Julia - Eine ungewöhnliche Frau" ausgezeichnet und als bester Schauspieler einer Serie Fritz Wepper für "Um Himmels Willen" (ARD)

Zum ersten Mal wurde auch die beste Sitcom ausgezeichnet; der Gewinner ist "Alles Atze" (RTL) mit Atze Schröder. Als beste Sitcom-Schauspieler erhielten Walter Sittler und Mariele Millowitsch den Deutschen Fernsehpreis. Die Auszeichnung für die beste tägliche Sendung ging an "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (RTL).

Die beste Sportsendung ging an den Pay-TV-Sender Premiere

Beste Informationssendung wurde "Hart aber fair" vom WDR. Der Deutsche Fernsehpreis für die beste Moderation im Bereich Information ging an Peter Kloeppel ("RTL aktuell"). Die Korrespondentin Antonia Rados erhielt den Deutschen Fernsehpreis für ihre Irak-Berichte, die als beste Reportage ausgezeichnet wurden. Als beste Dokumentation wählte die Jury "Andreas Baader - Der Staatsfeind" (NDR) von Klaus Stern aus.

Insgesamt gingen die meisten Auszeichnungen, nämlich neun, an RTL. Der Pay-TV-Sender erhielt eine Auszeichnung, nämlich für die beste Sportsendung "Premiere Konferenz".

Die mit je 15.000 Euro dotierten Förderpreise gingen an die Schauspieler Luise Helm und Adrian Topol für das ZDF-Fernsehspiel "Königskinder" und an die Schauspielerin Esther Zimmering (Sat1-Film "Der Fußfesselmörder" und ZDF-Film "Der Liebe entgegen").

Gewinner des Deutschen Fernsehpreises im Überblick

Beste Serie

"Abschnitt 40" (RTL)

Beste Sitcom

"Alles Atze" (RTL)

Beste Comedysendung

"Harald Schmidt Show" (SAT.1)

Beste Dokumentation

"Andreas Baader - Der Staatsfeind" (NDR)

Beste Reportage

Die Irak-Berichte von Antonia Rados (RTL)

Beste Informationssendung

"Hart aber fair" (WDR)

Beste Unterhaltungssendung

"Deutschland sucht den Superstar" (RTL)

Beste tägliche Sendung

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (RTL)

Beste Sportsendung

Premiere Bundesliga-Konferenz-Schaltung

Beste Regie Fernsehfilm

Torsten C. Fischer ("Der Anwalt und sein Gast", ARD)

Bestes Buch Fernsehfilm

Alexander Adolph ("Unter Verdacht - Eine Landpartie", ZDF)

Bester Schauspieler Fernsehfilm

Edgar Selge ("Polizeiruf 110 - Pech und Schwefel", ARD)

Beste Schauspielerin Fernsehfilm

Ulrike Krumbiegel ("Geschlecht: weiblich", SWR)

Bester Schauspieler Serie

Fritz Wepper ("Um Himmels Willen", ARD)

Beste Schauspielerin Serie

Christiane Hörbiger ("Julia", ARD)

Bester Schauspieler Sitcom

Walter Sittler ("Nikola", RTL)

Beste Schauspielerin Sitcom

Mariele Millowitsch ("Nikola", RTL)

Bester Schauspieler Nebenrolle

Christoph Waltz ("Jagd auf den Flammenmann", SAT.1)

Beste Schauspielerin Nebenrolle

Ulrike Kriener ("Männer häppchenweise", ProSieben)

Beste Moderation Information

Peter Kloeppel ("RTL aktuell", RTL)

Beste Moderation Unterhaltung

Hape Kerkeling ("70er Show", RTL)

Beste Kamera

Theo Bierkens ("Der Anwalt und sein Gast", ARD, "Himmelreich auf Erden", ZDF)

Bester Schnitt

Anke Berthold ("Jagd auf den Flammenmann", SAT.1)

Beste Musik

Dieter Schleip ("Der Anwalt und sein Gast", ARD)

Beste Ausstattung

Matthias Müsse und Janne Birck ("Das Jesus Video", ProSieben)

Ehrenpreis der Jury

Rudi Carrell

Publikumspreis

Günther Jauch

Förderpreise

Luise Helm, Esther Zimmering, Adrian Topol