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Deutschlandpremiere in Berlin: "Karate Kid" Jaden ziert sich vorm Küssen

Hollywoodstar Will Smith stellt mal wieder einen neuen Film vor. Doch diesmal ist nicht er die Hauptperson, sondern sein Sohn Jaden. Der spielt die Hauptrolle in "Karate Kid" - neben Actionstar Jackie Chan.

Ein Schmatzer vom Vater, und das vor der Presse: Das ist Junior-Star Jaden Smith (12) ein bisschen peinlich. Genauso wie die Kuss-Szene im Film "Karate Kid". "Alle haben zugeguckt", sagt Jaden. Seine Eltern, Hollywoods Glamourpaar Will und Jada Pinkett Smith, sind am Montag zur Deutschlandpremiere mit nach Berlin gekommen und gucken stolz auf den Filius, der neben Actionstar Jackie Chan sitzt. Jaden trägt seine Haare im Afro-Look und gibt sich cool.

In "Karate Kid", dem Remake des 80er-Jahre-Kinohits, lernt er von Chan ("Rush Hour") das Kämpfen. Der eher schmächtige Jaden absolvierte dafür drei bis fünf Trainingsstunden pro Tag und sagt, das sei "ein bisschen schwer" gewesen. In den USA ist der Film seit Wochen ein Kassenhit. Die vielen Actionszenen dürften auch hierzulande viele kleine Jungs zum Nachspielen anspornen. Eine Fortsetzung ist geplant.

Die Smiths waren als Produzenten am Set. Sie loben ihren Sohn als "sehr diszipliniert" und als Naturtalent. "Es ist schwer, nicht die Mami zu sein", sagte Jada Pinkett (38) über ihre Gefühle bei der gemeinsamen Arbeit. Jaden stand schon mit vier Jahren vor der Kamera und ist gut im Geschäft. Mit Will (41) war er 2006 in "Das Streben nach Glück" zu sehen. Auch als Rapper ist Smith junior zu hören. Mit Justin Bieber nahm er "Never Say Never" auf.

Ob der Vater jetzt Angst vor dem Kung-Fu-erprobten Sohn hat? "Ich vermeide es, nachts in die Küche zu gehen", sagt Will. Und wird ernster: "Es gibt keinen Wettbewerb zwischen uns." Die Familie will verhindern, dass Jaden einmal im Showbusiness überschnappt. "Er muss nicht die Person sein, die die Rechnungen bezahlt", so Will. Drogen oder betrunken Autofahren? "Wir werden solche Sachen nicht machen", beschließt Jaden kurzum.

Der Film (Regie: Harald Zwart) ist auch eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Der kleine Dre (Jaden) wandert mit seiner Mutter (Taraji P. Henson) von Detroit nach Peking aus, wo er sich nicht zurecht findet und von Klassenkameraden verprügelt wird. Der Hausmeister Mr. Han (Chan) bringt ihm nicht nur Kung Fu, sondern auch Respekt bei - und natürlich gibt es zum Finale einen großen Kampf.

Der 140 Minuten lange Film wurde in China gedreht. Das Land sieht darin so exotisch und idyllisch aus, dass die Tourismuswerber zufrieden sein dürften. Zum ersten Mal seit "Der letzte Kaiser" (1987) wurde einem Team erlaubt, in der Verbotenen Stadt in Peking zu drehen, heißt es in den Produktionsnotizen. Will Smith sagt augenzwinkernd, bei Genehmigungen habe Hongkongs berühmter Actionstar geholfen: "Wenn man mit Jackie Chan durch China läuft, ist alles in Ordnung."

Caroline Bock, DPA / DPA