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Willow und Jaden Smith: Kinder, die nie Kinder sein durften

Die Kinder von Schauspieler Will Smith stehen von klein auf in der Öffentlichkeit. In einem Interview mit der "New York Times" offenbaren Willow und Jaden ihre schräge Weltsicht.

Willow und Jaden Smith sind die Kinder von Schauspieler Will Smith

Willow und Jaden Smith sind die Kinder von Schauspieler Will Smith

Als Kind prominenter Eltern aufzuwachsen ist immer ein schweres Los. Manche zerbrechen daran, andere gehen erfolgreich ihren eigenen Weg. Wohin das Schicksal Willow und Jaden Smith, die Kinder des Schauspielerpaares Will und Jada Pinkett Smith, führen wird, ist noch nicht absehbar.

Die Geschwister stehen von klein auf in der Öffentlichkeit. Im Alter von vier Jahren spielte Jaden an der Seite seines Vaters im Film "Men in Black II". Es folgten mehrere Neben- und Hauptrollen in diversen Hollywood-Produktionen. Der letzte gemeisanem Film von Vater und Sohn Smith, das SciFi-Drama "After Earth", floppte jedoch. Seit einigen Jahren versucht sich der 16-Jährige auch als Sänger. Ein Rückzug aus dem Rampenlicht kommt für ihn offenbar nicht infrage.

Seine zwei Jahre jüngere Schwester Willow brachte 2010 ihre erste Single heraus - da war sie zehn Jahre alt. Nebenbei arbeitete sie als Designerin, Synchronsprecherin und Schauspielerin. Ja, man muss sagen arbeiten, denn es lässt sich wohl kaum als Hobby bezeichnen, wenn Kinder mehr Zeit in Tonstudios, an Filmsets und auf roten Teppichen verbringen als in der Schule oder mit Freunden.

Welch schräge Lebenseinstellung die Smith-Kinder über die Jahre entwickelt haben, offenbart sich in einem aktuellen Interview mit der "New York Times".

Jaden liest Bücher über Quantenphysik

Dort philosophieren die beiden über so abstrakte Themen wie Zeit, Prana Energie und den Wandel der Gesellschaft. Nicht gerade Themen, die man mit einem Teenager diskutieren würde. Auf die Frage, welches Buch sie zuletzt gelesen haben, antwortet Jaden Smith: "Quantenphysik des indischen Philosophen Osho." Und seine Schwester Willow sagt: "Die Blume des Lebens." Das ist nicht etwa ein Jugendroman, sondern eine spirituelle Abhandlung des Esoterik-Gurus Drunvalo Melchizedek.

Familie Smith bei der Premiere des Films "After Earth" im September 2013. Sohn Trey (r.) stammt aus der ersten Ehe von Will Smith.

Familie Smith bei der Premiere des Films "After Earth" im September 2013. Sohn Trey (r.) stammt aus der ersten Ehe von Will Smith.

Überhaupt gebe es keine Romane, die sie interessieren, so die 14-Jährige weiter. Deshalb schreibt sie ihre Geschichten einfach selbst. Auch Jaden macht Musik, weil "es draußen einfach keine coole Musik" gibt. Das kann man arrogant nennen oder einfach nur weltfremd. Ihre Eltern sind bekennende Scientologen. Willow und Jaden wuchsen also nicht nur im Scheinwerferlicht auf, sondern auch mit bestimmten Erziehungsmethoden. Schulpflicht kennen sie nicht. "Schule ist nicht authentisch, weil sie endet. Sie ist nicht real. Unser Lernen wird nie enden", sagt Jaden. Und weiter: "Kinder, die normale Schulen besuchen, sind so ängstlich." Seine Schwester ergänzt: "Ich war ein Jahr auf einer normalen Schule. Das war meine beste, aber auch meine schlimmste Erfahrung. Die beste, weil ich nun weiß, warum Kinder so depressiv sind. Die schlechteste, weil ich selbst depressiv war."

Was ihre Pläne für die Zukunft angeht, haben die Smiths ebenfalls klare Vorstellungen. "Wenn wir 30 oder 20 sind, werden wir so viele Berge wie möglich besteigen", philosophiert Willow. Ihr Bruder Jaden drückt es direkter aus: "Ich möchte die verrückteste Person aller Zeiten werden." Er ist jetzt, mit 16 Jahren, schon auf dem besten Weg dahin.

jum