Disneyfilm zu früh auf DVD Kinokette boykottiert "Alice im Wunderland"


Die Kinokette Odeon & UCI will den neuen 3D-Film "Alice im Wunderland" in einigen Ländern nicht zeigen. Grund: Disney will den Film früher als üblich auf DVD verkaufen.

Im Streit um die DVD-Veröffentlichung von "Alice im Wunderland" boykottiert die größte europäische Kinokette den mit Spannung erwarteten Film. Der 3D-Streifen von Regisseur Tim Burton werde nicht in Odeon- und UCI-Kinos in Großbritannien, Irland und Italien gezeigt, teilte die britische Gruppe Odeon & UCI am Montag mit.

Grund für den Ärger: Das Filmstudio Disney will den Fantasystreifen nicht erst 17, sondern schon etwa 13 Wochen nach dem Kinostart auf DVD in den Verkauf bringen. So soll die Aufmerksamkeit des Filmstarts genutzt werden, um den DVD-Absatz anzukurbeln. Die Kinobetreiber wehren sich jedoch dagegen.

Premiere in London

In Deutschland, Österreich, Portugal und Spanien soll der Film mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway jedoch in den Kinos laufen. Die Kinokette erklärte, dass Disney in jenen Ländern das übliche Zeitfenster für DVD-Veröffentlichungen einhalten wolle.

"Alice im Wunderland" soll Anfang März fast gleichzeitig in Deutschland, Großbritannien und den USA starten und verspricht einer der populärsten Filme des Jahres zu werden. Allein in Großbritannien betreibt die Odeon-Gruppe rund 100 Kinos.

Ironischerweise findet die Weltpremiere von "Alice im Wunderland" diesen Donnerstag in einem Odeon-Kino in London statt, zu der auch Prinz Charles und seine Frau Camilla kommen sollen. Die Premiere ist von dem Boykott jedoch voraussichtlich nicht betroffen.

DPA DPA

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