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Erfolgreicher Start: "Feuchtgebiete" steigt auf Platz drei der Kinocharts ein

Der Film "Feuchtgebiete" hatte vor dem Kinostart für viel Wirbel gesorgt. Am ersten Wochenende lockte die Verfilmung des Bestsellers von Charlotte Roche über 200.000 Besucher in die Kinos.

Kinotrailer: "Feuchtgebiete"

Der fulminante Start von "Feuchtgebiete" hat gezeigt, dass auch ein mutiger, polarisierender deutscher Kinofilm großen Erfolg haben kann. Über 235.000 Zuschauer haben die Verfilmung von Charlotte Roches Bestseller in den ersten fünf Tagen im Kino gesehen. Das ist der beste Filmstart eines deutschen Films seit Februar diesen Jahres als Til Schweigers "Kokowääh 2" auf die Leinwand kam.

"Feuchtgebiete" stieg damit auf Platz drei in die deutschen Kinocharts ein, wie Media Control GfK mitteilte. Von der Begeisterung des Publikums konnte sich das Filmteam an vielen Orten im ganzen Land selbst ein Bild machen. Hauptdarstellerin Carla Juri, Bestseller-Autorin Charlotte Roche, Regisseur David Wnendt und Produzent Peter Rommel legten am Wochenende 2.500 Kilometer zurück, besuchten elf Kinos in vier Tagen. Überall wurden sie mit Begeisterung, vielen Fragen und unzähligen Autogrammwünschen gefeiert.

"Feuchtgebiete": Erste Einblicke in die Ekelverfilmung
"Feuchtgebiete"

Es war der literarische Skandal der Saison - und der Erfolg des Jahres: Als die frühere Viva-Moderatorin Charlotte Roche 2008 ihren Debütroman "Feuchtgebiete" veröffentlichte, löste er eine Literaturkontroverse aus: Während ein Teil der Kritiker und vornehmlich jüngere Leser das Buch für ihre Schonungslosigkeit und den Mut zur Ehrlichkeit rühmten, wendeten sich andere angeekelt ab.

Im Mittelpunkt des Buches steht die 18-jährige Helen Memel, die mit einer Analfissur im Krankenhaus liegt und dort über ihre sexuellen Erfahrungen und Körperhygiene nachdenkt.

Das Buch ist nun verfilmt worden und kommt am 22. August in die deutschen Kinos. Vorab wird der Streifen am Sonntagabend auf dem Filmfestival in Locarno gezeigt. Regie führt David Wnendt, der im vergangenen Jahr mit dem in der Neonazi-Szene angesiedelten Spielfilm "Kriegerin" sein erfolgreiches Debüt feierte.

Die ersten Filmbilder sind bereits veröffentlicht, sie zeigen die Richtung an: Es wird schmutzig, ekelig und explizit.

Bodybuilder und Comicfiguren erfolgreicher

Viele Fans von Charlotte Roche nutzten die Gelegenheit, sich bei ihr auch noch mal persönlich für ihr Buch zu bedanken und freuten sich mit ihr über David Wnendts kongeniale Verfilmung.

Den besten Neustart legte allerdings "Pain & Gain" hin. 206.000 gelöste Tickets bedeuteten Platz eins der Charts für die Testosteron-geschwängerte Klamaukkomödie um drei Bodybuilder. "Die Schlümpfe 2" verteidigten den zweiten Platz. Mit weiteren 200.000 verkauften Tickets schafften sie zugleich den Sprung über die Marke von 1,5 Millionen Besuchern.

jat/DPA / DPA