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Großaufnahme: 15 Dinge, die Sie über Joaquin Phoenix wissen müssen

Lange Zeit war er nur der jüngere Bruder von River Phoenix. Inzwischen ist Joaquin Phoenix längst einer der besten Schauspieler seiner Generation. Wie passend, dass er in seinem neuen Film "Maria Magdalena" Jesus spielt.

Joaquin Phoenix

Joaquin Phoenix auf der diesjährigen Berlinale

DPA

•Sein neuer Film heißt "Maria Magdalena" und erzählt die Geschichte Jesu Christi (Phoenix) aus der Perspektive der Titelfigur, gespielt von Rooney Mara.

•Joaquin Phoenix kam am 28. Oktober 1974 als drittes von fünf Kindern in San Juan, Puerto Rico, zur Welt. Seine Geschwister River, Rain, Liberty und Summer waren bzw. sind ebenfalls Schauspieler. Joaquins Eltern Arlyn und John Lee waren zu dieser Zeit Missionare der Religionsgemeinschaft Children of God und gingen 1978 zurück in die USA, die Mutter arbeitete als Sekretärin beim TV-Sender NBC, der Vater als Landschaftsgärtner.

•In dieser Phase nannte er sich „Leaf“, weil er wie seine Geschwister einen naturbezogenen Vornamen haben wollte. Als 15-Jähriger wechselte er dann wieder zurück auf Joaquin.

•1987 drehte ein Reporter-Team einen TV-Beitrag über die ungewöhnliche Hollywood-Familie:



•1982 debütierte er mit acht Jahren als Schauspieler in einer Episode der TV-Serie „Seven Brides for Seven Brothers“, in der sein Bruder River eine der Hauptrollen spielte. Zahlreiche weitere Fernsehrollen, sowie Auftritte in Kinoproduktionen wie „Russkies“ (1987):


…oder „Eine Wahnsinnsfamilie“ (1989) folgten:


•Joaquin ist seit seinem dritten Lebensjahr Veganer. Er weigert sich strikt, Kleidung aus tierischen Materialien zu tragen. Die Kostüme in seinen Filmen sind synthetisch oder pflanzlich.

•Johnny Cash war so beeindruckt von Phoenix Vorstellung in „Gladiator“, dass er ihn persönlich auswählte, ihn in der Filmbiografie „Walk The Line“ zu spielen.

•Für die Nebenrolle in „Gladiator“ bekam er 2001 seine erste von bislang drei Oscar-Nominierungen. Als Bester Hauptdarsteller war er 2006 für „Walk The Line“ und 2013 für „The Master“ im Rennen. Er und River Phoenix sind übrigens nach wie vor die einzigen Brüder, die beide in der Darsteller-Kategorie nominiert waren.

•Er drehte als Regisseur zahlreiche Musik-Videos, unter anderen für die Bands She Wants Revenge („Tear You Apart“):


…und Ringside („Tired of Being Sorry (Spanishfaster)“


•Joaquin und die Frauen: Von 1995 bis 1998 war er mit seiner Kollegin Liv Tyler liiert, von 2001 bis 2005 mit dem südafrikanischen Model Topaz Page-Green, von 2013 bis 2015 mit der Djane Allie Teilz. Seit Ende 2016 ist Rooney Mara seine Partnerin.

•Im Oktober 2008 verkündete er seinen Rückzug von der Schauspielerei und den Start einer Karriere als Rapper. Einige bizarre öffentliche Auftritte folgten, und viele fragten sich, ob das gespielt oder echt war. Es war gespielt, alles ein großer Schwindel für seinen Film „I’m Still Here“, der 2010 in die Kinos kam. Legendär sein Auftritt damals bei David Letterman:


•Zu den vielen Einrichtungen, für die er sich engagiert, zählt die Tierrechtsorganisation Peta. 2013 drehte Phoenix einen pro-veganen Spot, den der TV-Sender ABC während der Oscar-Verleihung nicht ausstrahlte, weil er ihm zu kontrovers war:


•Das sagt er:

„Ich bin weder nur der Arthouse-Typ noch nur der John Grisham-Romanheld. Bei mir kommt alles zusammen, ich mache das, was ich spannend finde. Egal, ob das ein 80 Milionen Dollar teures Buddy Movie ist oder ein wüster Independent-Film. Ich lehne es ab, eine Agenda zu haben.“

•Das sagen andere:

„Er ist wie ein Hund, der dir den Ball immer wieder zurückbringt. Ob du ihn die Klippen runterwirfst, in den Schnee, ins Meer, er wird den Ball holen. Anschließend macht er es sich auf deinem Schoß gemütlich und wärmt dich. Er ist der beste Hund, den ich je hatte.“ (Paul Thomas Anderson, Regisseur seiner Filme „The Master“ und „Inherent Vice“)

Joaquin Phoenix für Einsteiger

„Eine Wahnsinnsfamilie“ (1989)

„To Die For“ (1995)

„Gladiator“ (2000)

„Hotel Ruanda“ (2004)

„Walk The Line“ (2005)

„The Master“ (2012)

„Her“ (2013)

„A Beautiful Day“ (2017)