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Großaufnahme: 15 Dinge, die Sie über Juliette Binoche wissen müssen

Juliette Binoche selbst sagt, sie sei keine große Französin. Das ist stark untertrieben, schließlich zählt sie zu den faszinierendsten Persönlichkeiten des Weltkinos, wie sie aktuell in der Kostüm-Komödie "Die feine Gesellschaft" beweist. 15 Fakten über die Schauspielerin.

Juliette Binoche

Sie gewann als erste Frau den Preis für die Beste Schauspielerin bei den drei wichtigsten Filmfestivals Venedig, Berlin und Cannes: Juliette Binoche 

•Ihr neuer Film ist die in den 20er Jahren angesiedelte schwarze Komödie "Die feine Gesellschaft" um die versnobte Familie Van Peteghem, deren Urlaubsfreuden in einem nordfranzösischen Ferienort von einer mysteriösen Mordserie getrübt wird. Binoche spielt die hochnäsige Aude Van Peteghem.

•Juliette Binoche ist gebürtige Pariserin, geboren am 9. März 1964 als Tochter der polnischstämmigen Regisseurin, Lehrerin und Schauspielerin Monique Yvette Stalens und des Bildhauers, Regisseurs und Schauspielers Jean-Marie Binoche. Ihre vier Jahre ältere Schwester Marion ist Fotografin und Dokumentarfilmerin. Juliettes Eltern ließen sich 1968 scheiden.

•Schon in der Schule stand sie auf der Theaterbühne, besuchte später kurz das Conservatoire National Supérieur d'Art Dramatique und tourte in den frühen Achtzigern mit einer Theatertruppe durch Frankreich, Belgien und die Schweiz.

•Mitte der achtziger Jahre spielte sie erste kleine Rollen im Fernsehen und im Kino, darunter die TV-Produktion "Fort bloqué" (1985):


•Im selben Jahr machte sie in André Téchinés Erotikdrama "Rendez-vous" erstmals auf sich aufmerksam. Juliette erhielt ihre erste von bis heute neun César-Nominierungen, 1993 gewann sie den Preis für ihre Leistung in Krzysztof Kieslowskis "Der Farben - Blau".

•Sie ist auch eine begabte und leidenschaftliche Malerin und entwarf zahlreiche Plakate zu ihren Filmen selbst, darunter "Die Liebenden von Pont-Neuf", "Das Liebesdrama von Venedig - George Sand und Alfred de Musset" sowie "Country of My Skull".

•Juliette Binoche war von 1986 bis 1991 mit dem "Pont-Neuf"-Regisseur Leos Carax zusammen, anschließend mit dem Profitaucher Andre Halle, aus dieser Beziehung ging Sohn Raphael (23) hervor. Sie hat auch eine Tochter, Hana (17). Vater ist der französische Schauspieler Benoit Magimel, mit dem sie von 1999 bis 2003 liiert war.

•Von 1995 bis 2000 war sie das Gesicht des Lancôme-Duftes "Poême":


•Binoche war die erste Schauspielerin, die den Preis als Beste Schauspielerin der drei wichtigsten Filmfestivals gewonnen hat: Venedig: "Drei Farben - Blau" (1993), Berlin: "Der englische Patient" (1997), Cannes: "Die Liebesfälscher" (2010)

•1997 gewann sie völlig überraschend den Oscar als Beste Nebendarstellerin in "Der englische Patient". Eigentlich hatten alle damit gerechnet, dass Lauren Bacall den Preis für "Liebe hat zwei Gesichter" mit nach Hause nimmt. Als Binoche völlig erstaunt auf der Bühne stand, sagte sie: "Ich habe keine Rede vorbereitet. Ich dachte, Lauren würde gewinnen."

•Sie gab sich die Kugel: 2003 warb sie für Ferrero Rocher:


•2007 zog sich Juliette Binoche mit 43 Jahren für den französischen "Playboy" aus.

•Das sagt sie:
"Ich bin keine große Französin. George Sand, Marguerite Duras und Simone de Beauvoir sind große Französinnen."

•Das sagen andere:
"Juliette ist aufrichtig, geradeaus, vertrauensvoll und naiv. Wenn sie erstmal entschieden hat, dir etwas zu geben, gibt sie dir alles. Wenn sie mit jemandem zusammenarbeitet, der einen schlechten Geschmack hat oder nicht auf ihrer Wellenlänge liegt, kann das zu ziemlich absurden Situationen führen. Sie geht auf jeden Fall den ganzen Weg mit dir, manchmal sogar zu weit." (Regisseur Olivier Assayas)

Juliette Binoche für Einsteiger:

„Rendez-vous“ (1985)

„Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (1988)

„Die Liebenden von Pont-Neuf“ (1991)

„Drei Farben – Blau“ (1993)

„Der englische Patient“ (1996)

„Chocolat“ (2000)

„Caché“ (2005)

„Die Wolken von Sils Maria“ (2014)