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Kinostart "Harry Potter": Der Zauberschüler sorgt für Rekordumsätze

Schlangen an den Kinokassen: Der Filmstart von "Harry Potter und der Halbblutprinz" bricht alle Rekorde. Das Werk spielt Umsätze ein, von denen manch ein Wirtschaftsunternehmen in der Krise nur träumen mag.

Der mittlerweile sechste Potter-Film hat in den US-Kinos in der Nacht zu Donnerstag einen fulminanten Start an den Tag gelegt. "Harry Potter und der Halbblutprinz" spielte auf der anderen Seite der Erdkugel um Mitternacht gigantische 22,2 Millionen Dollar (15,7 Millionen Euro)- ein US-Rekord. Da kann selbst Fledermaus "Batman" nicht mithalten. Bisher hielt nämlich der zweite Teil davon, "The Dark Knight", mit 18 Millionen Dollar Umsatz den Rekord für den Starttag.

Der Zauberlehrling und seine Freunde sind beliebter denn je. Auch in Deutschland waren die Kinos am gestrigen Donnerstag bis zum letzten Platz ausverkauft. Nach Angaben von Media Control haben sich allein am ersten Tag 386.000 Besucher den Kinostreifen angeschaut. Im Vergleich zu Montag wurden dreimal so viele Kinokarten verkauft, und es hätten noch mehr werden können, wenn das Platzkontingent nicht erschöpft gewesen wäre. Die Schlangen vor der Kinokasse waren besonders lang, schließlich wollten viele Fans gleich bei der Premierenvorstellung dabei sein.

Während viele Filmproduktionsfirmen sich schon dann glücklich schätzen, wenn ihre Filme die Produktionskosten einspielt, bleibt "Harry Potter" ein Garant für erfolgreiches Kino. Die Filmemacher werden sich aufgrund dieser Verkaufszahlen wohl wünschen, dass J.K. Rowling, die mit ihren gleichnamigen Abenteuerbüchern nicht weniger erfolgreich ist, weitere spannende Geschichten über Harry und seine Freunde aus ihrer Feder zaubert - zumal Fantasy-Literatur und deren Verfilmungen derzeit einen großen Boom erleben.

Weltweit füllte der Film die Kinokassen mit 104 Millionen Dollar (74 Millionen Euro). Damit wird Harry Potter als Filmfigur - rein wirtschaftlich betrachtet - wohl der Michael Jackson, der derzeit konkurrenzlos die Musikcharts anführt, der Filmbranche werden.

Silvia Micha