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Neu im Kino Für "Interstellar" wird es Oscars regnen


Diese Woche gibt es Matthew McConaughey als genialen Weltraum-Helden. Alexander Fehling als Retter der Gerechtigkeit. Und Woody Allen als Zuhälter.
Von Sophie Albers Ben Chamo und Nicky Wong

"Interstellar"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Christopher Nolan ("The Dark Knight") und die Darsteller Matthew McConaughey ("Magic Mike"), Anne Hathaway ("Les Misérables"), Michael Caine ("Inception"), Jessica Chastain ("Zero Dark Thirty") und Casey Affleck ("Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford")

Die Geschichte in einem Satz:

Die Menschheit ist kurz davor, an Umweltkatastrophen zu Grunde zu gehen, und ihre einzige Hoffnung ist eine Reise durchs Wurmloch, um einen neuen, bewohnbaren Planeten zu finden.

Geschwister im Kinoversum:

"Inception", "2001 - Odyssee im Weltraum"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie mitreden wollen, wenn es Oscars regnet. Weil "Interstellar" macht da weiter, wo "Gravity" aufgehört hat. Und weil Nolans Sci-Fi-Vision der Grund ist, warum einst das Kino erfunden wurde: eine gigantische Geschichte auf allen Ebenen. Das sind Bilder und Gefühle, die Sie so schnell nicht vergessen werden.

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"Citizenfour"

Wen Sie kennen könnten:Whistleblower Edward Snowden

Die Geschichte in einem Satz:

Filmemacherin Laura Poitras erhält 2013 eine Email von Whistleblower Edward Snowden und verabredet sich mit ihm, während sie das Treffen in Hongkong filmt - der Beginn des größten Datenschutz-Skandals der Geschichte.

Geschwister im Kinoversum:

"We Steal Secrets - Die WikiLeaks-Geschichte"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie mittlerweile den Überblick über diesen gewaltigen und ungeheurem Skandal verloren haben. "Citizenfour" fasst das Ausmaß und die Kernprobleme der Überwachung noch einmal kompakt zusammen und schafft es durch die Inszenierung, den Enthüllern und ihrer abstrakten Materie die bisher eher zu kurz gekommene, emotionale Ebene zu geben.

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"The Bachelor Weekend"

Wen Sie kennen könnten: den Darsteller Brian Gleeson ("Troja")

Die Geschichte in einem Satz:

Zum Junggesellenabschied von Fionnan lädt der beste Kumpel Davin in die irischen Berge ein, doch auch der künftige Schwager ist mit von der Partie, was für den Trip absolutes Choas bedeutet.

Geschwister im Kinoversum:

"Hangover"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Ihnen "Hangover" zu hart war.

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"Das grenzt an Liebe"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Rob Reiner ("Das Beste kommt zum Schluss") und die Darsteller Michael Douglas ("Wall Street") und Diane Keaton ("Was das Herz begehrt")

Die Geschichte in einem Satz:

Immobilienmakler Oren Little will sein letztes Haus an den Mann bringen und sich dann zur Ruhe setzen, doch dann steht der Sohn vor der Tür und setzt die zehnjährige Enkelin bei Oren ab.

Geschwister im Kinoversum:

"Wie beim ersten Mal"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie unaufgeregte Filme über die Liebe im letzten Drittel mögen. Und weil Michael Douglas und Diane Keaton sich ganz wunderbar mit Herz, Seele und absoluter Leichtigkeit anzicken.

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"Im Labyrinth des Schweigens"

Wen Sie kennen könnten: den Darsteller Alexander Fehling ("Goethe")

Die Geschichte in einem Satz:

Deutschland, Ende der 50er Jahre: Der junge Jurist Johann Radmann will mit Hilfe des Oberstaatsanwalts Fritz Bauer einen ehemaligen KZ-Wärter von Auschwitz überführen, der unbehelligt als Lehrer arbeitet, doch bald muss er erkennen, dass sich hinter einem Wärter Tausende weitere verstecken.

Geschwister im Kinoversum:

"Mörder unter uns - Fritz Bauers Kampf"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie in diesem Film lachen und weinen werden und weil er sie überwältigen wird mit einem Thema, mit dem man in Deutschland eigentlich nur Fernsehen machen kann: die Aufarbeitung des Holocaust. "Im Labyrinth des Schweigens" erzählt von ganz realen Helden, die Deutschland mitten in der Wirtschaftwunderselbstherrlichkeit aufgerüttelt haben, um seine vergesslichen Bewohner für das zur Rechenschaft zu ziehen, was kaum zehn Jahre zurück lag. Natürlich fielen die Strafen beschämend gering aus, ein Großteil der Menschen, die andere Menschen zu Tode gequält haben, entging der Strafe ganz, aber Fritz Bauer und seine "junge Garde" zeigten den Deutschen, was in ihrem Namen geschehen war. Da war das Wegsehen immerhin nicht mehr so einfach.

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"Plötzlich Gigolo"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur und Darsteller John Turturro ("Barton Fink") und die weiteren Darsteller Woody Allen ("Der Stadtneurotiker") und Sharon Stone ("Basic Instinct")

Die Geschichte in einem Satz:

Fioravantes alter Freund Murray muss seinen Buchladen schließen, und um ihn zu retten, soll Fioravante als Prostituierter arbeiten, was gut anläuft, bis er eine Witwe trifft.

Geschwister im Kinoversum:

"Arranged"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie erstaunt sein werden, dass jemand anderes einen Film drehen kann, der so sehr nach Woody Allen aussieht. Und der spielt auch noch mit.

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"Mr. Turner"

Wen Sie kennen könnten: den Darsteller Timothy Spall ("Sweeney Todd", "Harry Potter")

Die Geschichte in einem Satz:

Der Maler William Turner führt um das Jahr 1825 ein Leben in Saus und Braus, was seinem Vater bitter aufstößt, doch als dieser schließlich stirbt, gerät William in eine tiefe künstlerische Krise.

Geschwister im Kinoversum:

"Das Mädchen mit dem Perlenohrring"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Timothy Spall den großen englischen Meister fulminant zum Leben erweckt - mit aller Deftigkeit, Eigenartigkeit, Strahlkraft und Größe. Wenn Sie nach diesem Film nicht das Malen anfangen wollen, weiß ich auch nicht...

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