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Martin Sheen wird 65: Der James Dean der 70er Jahre

Martin Sheen, der eigentlich Ramon Estevez heißt, wird 65 Jahre alt. Weltbekannt wurde er durch den Film "Apocalypse Now" und durch sein politisches Engagement, das ihm 60 Verhaftungen einbrachte.

Hollywood-Star Martin Sheen feiert am 3. August seinen 65. Geburtstag. Zuletzt hat der Schauspieler als Kritiker des Irak-Kriegs von sich reden gemacht. In den deutschen Kinos war er kürzlich in Spielbergs Hochstaplerkomödie "Catch Me If You Can" mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle zu sehen.

Martin Sheen heißt eigentlich Ramon Estevez und wurde 1940 als siebtes von zehn Kindern eines spanischen Einwanderers und einer Irin in Dayton, Ohio, geboren. Als junger Mann mit "babyface" spielte er meist einsame Helden und Versager. Erfolg auf der großen Leinwand hatte er 1973 in der Rolle des jungen, skrupellosen Massenmörders an der Seite von Sissy Spacek in "Badlands".

Weltbekannt durch "Apocalypse Now"

Martin Sheen galt als der James Dean der 70er Jahre, bevor ihm Francis Ford Coppola 1979 die Rolle gab, die ihn weltweit bekannt machte. In dem legendär gewordenen Vietnam-Epos "Apocalypse Now" spielte Sheen den jungen Captain Willard, der in den Dschungel Kambodschas geschickt wird, um einen wahnsinnigen Schlächter (Marlon Brando) zu liquidieren.

Seine drei Söhne Charlie Sheen, Emilio und Ramon Estevez arbeiten ebenfalls als Schauspieler und Regisseure, und auch die Tochter Renee ist im Filmgeschäft. In "Wall Street" (1987) spielte Martin Sheen den Vater des von Charlie Sheen dargestellten jungen Börsenmaklers. Bei seinem Regie-Debüt, dem Militär-Drama "Cadence" (1991) gab er seinem Sohn auch die Hauptrolle des Rebellen in Uniform. Umgekehrt spielte er unter der Regie von Charlie Sheen in der Militär-Parodie "Hot Shots!" (1993) mit. In den USA ist Martin Sheen häufiger im Fernsehen als im Kino zu sehen. Aufsehen erregte er als John F. Kennedy in dem Vierteiler "Kennedy" (1983).

Etwa 60 Mal bei Demonstrationen verhaftet

Der Star hat sich immer auch politisch und sozial engagiert. So spendete er seine Gage aus "Gandhi" Mutter Teresa. Etwa 60 Mal wurde er bei Demonstrationen und Protest-Aktionen verhaftet; unter anderem hatte er auch gegen den Waffenlobbyisten und späteren US-Präsidenten George W. Bush demonstriert. Seit 1989 ist Martin Sheen Ehrenbürgermeister in seinem Wohnort Malibu.

AP / AP