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Neu im Kino: Keine Angst vor der Dunkelheit

Damit Sie im Kino den Überblick behalten: Riddick und seine Monster sind zurück. "Zwei Leben" macht da weiter, wo "Das Leben der Anderen" aufgehört hat. Und Stanley Kubrick ist und bleibt ein Genie.

Von Sophie Albers und Nicky Wong

"Riddick"

Kinotrailer: "Riddick"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Vin Diesel ("Fast & Furious") und Karl Urban ("Der Herr Der Ringe")

Die Geschichte in einem Satz:

Zehn Jahre nach "Die Chroniken von Riddick" erwacht der unkaputtbare interplanetarische Mistkerl mit den komischen Augen auf einem öden Planeten und könnte sich eigentlich mit seiner kuscheligen Monster-Hyäne des Lebens freuen, wären da nicht Mega-Ungeheuer und ein noch heftigerer Sturm, um denen zu entkommen Riddick ein Schiff bräuchte, also schickt er ein Notrufsignal ins All, und schon kommen Kopfgeldjäger angeflogen.

Geschwister im Kinoversum:

"Pitch Black", "Lock Out"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil "Riddick 3" eine Extrem-Testosteron-Oper vor imposantester CGI-Kulisse ist, die sich selbst nicht zu ernst nimmt. Und das macht einfach nur Spaß.

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"Zwei Leben"

Kinotrailer: "Zwei Leben"

Wen Sie kennen könnten: Juliane Köhler ("Nirgendwo ist Afrika"), Liv Ullmann (Ingmar Bergmanns Muse) und Ken Duken ("Max Manus")

Die Geschichte in einem Satz:

Katrine (Köhler) lebt in Norwegen ein glückliches Leben mit Mann, Mutter und Kindern, bis ein Anwalt (Duken) auftaucht und an Familiengeheimnissen rührt, die Katrine in der DDR und in Nazi-Deutschland verorten.

Geschwister im Kinoversum:

"Gnade"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil er da weitermacht, wo "Das Leben der Anderen" aufgehört hat: Der zuweilen beklemmend intensive Film erzählt vom Schicksal norwegisch-deutscher Kinder, die von den Nazis in Kinderheime gesteckt und als "rein arisch" aufgezogen wurden. Das Ende des Krieges war für sie nicht das Ende der Unterdrückung, sondern der Übergang in das System der Stasi in der DDR. Juliane Köhler spielt sich an der deutschen Geschichte die Seele wund.

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"Paranoia - Riskantes Spiel"

Kinotrailer: "Paranoia - Riskantes Spiel"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Liam Hemsworth ("Die Tribute von Panem - The Hunger Games"), Harrison Ford ("Indiana Jones"), Gary Oldman ("The Dark Knight") und Richard Dreyfuss ("Der weiße Hai")

Die Geschichte in einem Satz:

Weil Adam (Hemsworth) seinem Arbeitgeber (Oldman), einem Kommunikationsriesen, einen Haufen Geld schuldet, wird er erpresst, beim Konkurrenzunternehmen zu spionieren, und er wird zum Spielball von zwei machtgeilen Supermilliardären.

Geschwister im Kinoversum:

"Ein Pyjama für zwei", "Runner, Runner"

Warum Sie den Film nicht sehen sollten:

Weil die Geschichte trotz Gary Oldman und Harrison Ford einfach nicht gut wird - und das will was heißen.

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"Room 237"

Kinotrailer: "Room 237"

Was Sie kennen könnten: Kultregisseur Stanley Kubrick und seinen Horrorklassiker "Shining" mit Jack Nicholsen

Die Geschichte in einem Satz:

Verschwörungstheoretiker lieben Stanley Kubricks "Shining" (1980). Dokumentarfilmer Rodney Ascher versucht, so vielen Mutmaßungen und Kaffeesatzlesereien wie möglich auf den Grund zu gehen, wobei er vor allem herausfindet, was es heißt, ein echter Fan zu sein.

Geschwister im Kinoversum:

"The Dark Side of the Moon" (Mockumentary)

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie sich daran erfreuen können, dass andere Menschen ihre Freizeit damit verbringen, mal mehr, mal weniger abstruse Theorien über Kubricks Kulthorrorfilm aufzustellen: von der angeblich von Kubrick gedrehten Mondlandung bis zu Hinweisen auf den Genozid an den amerikanischen Ureinwohnern ist alles mit dabei. Wenn man den Krampf dieser Suche nach versteckten Botschaften ignorieren kann, ist "Room 237" ein lustiger Film über verrückte Fans. Das Beste aber ist, dass man sich danach unbedingt noch mal "The Shining" ansehen will!

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"Lost Place"

Kinotrailer: "Lost Place"

Wen Sie kennen könnten: Darstellerin Josefine Preuß ("Türkisch für Anfänger"),

Die Geschichte in einem Satz:

Bei der GPS-Schnitzeljagd mit ihren Mobiltelefonen landen die Schüler Daniel, Thomas und Elli sowie deren ältere Freundin Jessica im Pfälzer Wald, wo sie eine scheinbar verlassene Militäranlage entdecken und einen Mann im Strahlenanzug, der Warnungen ausstößt - dann verschwindet plötzlich Jessica.

Geschwister im Kinoversum:

"Chernobyl Diaries"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil es der erste deutsche in 3D gedrehte Horrorthriller amerikanischer Schule ist. Und "Lost Place" braucht nicht mal radioaktive Zombies, um richtig gruselig zu sein.

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