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Nach langer Corona-Zwangspause Ansturm auf Kostenlos-Tickets – Hamburger Dom startet endlich wieder

Der Hamburger Dom auf dem Heiligengeistfeld aus der Luft fotografiert
Endlich wieder auf dem Heiligengeistfeld: der Hamburger Dom, aus der Luft fotografiert
© Picture Alliance
Wer auf Hamburger Dom will, muss sich wegen der Corona-Regeln einen Termin buchen. Der Ansturm auf die Tickets zeigt, wie sehr sich die Hamburger auf ihr Volksfest freuen. Es beginnt an diesem Wochenende.

Endlich wieder Hamburger Dom – für die Hansestadt kehrt nach den langen Corona-Lockdowns ein Stück Normalität zurück. Das Volksfest öffnet mit einem dynamisch anpassbaren Sicherheitskonzept an diesem Freitag nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause wieder für Besucher und wird gut einen Monat, bis zum 29. August, geöffnet bleiben.

Ein ganz spontaner Besuch auf dem Dom ist allerdings nicht möglich. Denn Besucher müssen sich vorher ein kostenloses Ticket buchen. Seit dem 23. Juli werden diese Termine im Internet vergeben. Nur so ist es möglich, die Corona-Regeln einzuhalten und nicht zu viele Besucher gleichzeitig auf den Festplatz im Herzen Hamburgs zu lassen. Wer den Hamburger Dom besuchen will, muss geimpft, genesen oder negativ getestet sein und gibt bei dem Kauf des Tickets seine persönlichen Daten an. Mit dieser Eintrittskarte darf man dann zu einer bestimmten Zeit auf den Festplatz.

Erst anmelden – und erst dann mit einem festen Termin über den Dom schlendern. Das ist noch nicht ganz die spontane Sorglosigkeit früherer Zeiten. Manche Dom-Fans werden dies als Hürde empfinden. Dennoch sind offenbar sehr viele Hamburger wild entschlossen, endlich wieder Dom-Feeling zu genießen, Fahrgeschäfte auszuprobieren oder Pommes und Würstchen zu futtern.

Hamburger Dom: Für das erste Wochenende gibt es kaum noch Tickets

Wie groß das Interesse ist, zeigte am Freitagmittag ein Blick auf das Buchungstool: Für diesen Freitag waren nur noch Termine zwischen 22 Uhr und 0.30 Uhr verfügbar, für Samstag erst ab 21 Uhr. Am Sonntag war der frühe Nachmittag bereits restlos ausgebucht. Erst ab 17 Uhr konnten noch Termine gebucht werden. Deutlich entspannter sah es an den Terminen für die kommende Woche aus – ab Montag gab es noch genügend freie Besuchszeiten.

Laut Bundesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller wurden für dieses bundesweit erste größere Volksfest am regulären Standort bislang rund 30.000 kostenlose Tickets gebucht. Es sei damit auch ein Testlauf für die Schaustellerbranche, sagten Wirtschaftsstaatsrat Andreas Rieckhof und Domreferatsleiter Sören Lemke in der Woche vor der Eröffnung. Wegen der Pandemie war der Dom vier Mal abgesagt worden.

Weniger Besucher, weniger Schausteller

Anfangs dürfen nur 7000 Menschen gleichzeitig auf das Heiligengeistfeld, später bis zu 9500. Auch ist mit 184 Schaustellern diesmal rund ein Drittel weniger als üblich vertreten. "Nur so können wir die Abstände einhalten, die erforderlich sind", sagte Rieckhof. Außerdem wurden 300 Handwasch- und Hygiene-Stationen aufgebaut. Alkohol darf auf dem Dom nur auf den Sitzplätzen der Gastronomiebetriebe getrunken werden.

Quellen: hamburg.de/dom, dpa

Was bedeutet der Hamburger Dom für die Schausteller?

Sehen Sie im Video: Nach einem Jahr Pause war der Frühlingsdom 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Manfred Pluschies‘ Familie betreibt seit Generationen den "Rotor" auf dem Hamburger Volksfest. Im Video erzählte er damals, was ihm die Schaustellerei bedeutet.

anb DPA

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