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Deutscher Karikaturenpreis 2004: Festmahl für Greser & Lenz

Das Thema des Deutschen Karikaturenpreises 2004 lautete "Prost Mahlzeit!". Den mit 10.000 Euro dotierten Preis gewann das Zeichner-Duo Achim Greser und Heribert Lenz.

Von Carsten Heidböhmer

Die Karikaturisten Achim Greser und Heribert Lenz sind die Sieger des Deutschen Karikaturenpreises 2004. Der zweite Preis ging an Rudi Hurzlmeier. Martin Perscheid belegte Platz drei. "Prost Mahlzeit" hieß das Thema des diesjährigen Wettbewerbs, zu dem 64 namhafte Karikaturisten - darunter auch die stern-Zeichner Mette und Tetsche - ihre Arbeiten eingereicht hatten. Die Preisträger nahmen den "Geflügelten Bleistift" im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Sonntag, den 14. November, im Schauspielhaus Dresden entgegen.

Unter rund 300 Arbeiten musste die Jury, der auch die Vorjahressieger Beck, OL und Peng angehören, die besten drei Karikaturen auswählen. Der von der Sächsischen Zeitung vergebene Deutsche Karikaturenpreis gilt als der bedeutendste seiner Art in Deutschland. In den vergangenen Jahren trieben die Zeichner zu den Themen "Medien 2050", "Viva Europa" und "Dumm gelaufen" ihre satirische Kunst auf die Bleistiftspitze.

Die Ausstellung

Die eingereichten Cartoons und Karikaturen sind áb dem 15. November 2004 bis zum 9. Januar 2005 täglich von 10 bis 19 Uhr in einer Ausstellung im Haus der Presse, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die Sieger:

1. Platz:

Achim Greser

, Jahrgang 1961, und

Heribert Lenz

, Jahrgang 1958, lernten sich beim Grafikstudium kennen und machten gemeinsam erste humorzeichnerische Experimente. Seit 1986 arbeiten sie gemeinsam u.a. als Mitarbeiter der Titanic.

2. Platz: Der 1952 geborene Münchner

Rudi Hurzlmeier

war schon alles - vom Antiquitätenhändler bis Taxifahrer -, bis ihm ein Verleger einen Sack voll Geld auf den Tisch stellte und Hurzlmeier fortan das Zeichnen zum Hauptberuf machte.

3. Platz: Der 1966 geborene

Martin Perscheid

lebt in Wesseling. Aus Geldnot und Mangel an alternativen Fähigkeiten begann er 1994 hauptberuflich knollnasige Figuren zu zeichnen.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo