John Travolta
Der richtige Zeitpunkt für sein Regiedebüt

John Travoltas erster Film als Regisseur feiert bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere.
John Travoltas erster Film als Regisseur feiert bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere.
© IMAGO/ABACAPRESS

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John Travolta feiert in Cannes sein Regiedebüt und erzählt mit "Propeller One-Way Night Coach" eine zutiefst persönliche Geschichte.

John Travolta (72) präsentiert auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes sein Regiedebüt. Im Vorfeld sprach der Weltstar mit "Entertainment Weekly" über "Propeller One-Way Night Coach", einen semi-autobiografischen Film, der auf seinem gleichnamigen Buch aus dem Jahr 1997 basiert.

"Es gab mehrere Leute, die Regie führen und den Film produzieren wollten, aber ein Teil von mir fragte sich: Würden sie wirklich das einfangen, was ich als Kind erlebt habe?", erzählt der Schauspieler. Travolta habe sich gefragt, wie authentisch die Verfilmung ausfallen würde, wenn jemand anderes ein für ihn so "persönliches" Projekt inszenieren würde.

Travolta wartete auf den richtigen Zeitpunkt

Der Schauspieler wartete lange auf den richtigen Moment für die Verfilmung seines Buches - zunächst vergeblich. Ursprünglich wollte er den Film bereits in den späten 90er-Jahren inszenieren, drehte jedoch einen Streifen nach dem anderen und fand nie die nötige Zeit. Außerdem entschied sich Travolta, Geld zur Seite zu legen und das Projekt selbst zu finanzieren. "Wenn jemand anderes den Film finanziert, bin ich an dessen Vorstellungen gebunden", sagt er.

Erst gut drei Jahrzehnte später kam er zu dem Entschluss, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei. "Es hat 30 Jahre gedauert, bis das Projekt verwirklicht wurde, weil ich älter wurde und mir dachte: Wann willst du diese Geschichte jemals auf der Leinwand erzählen, wenn du es nicht jetzt tust? Jetzt ist einfach der richtige Zeitpunkt."

Die Geschichte des Films

Der Film erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen und seiner alleinerziehenden Mutter, die von einer Karriere als Hollywoodstar träumt. Gemeinsam begeben sie sich im Jahr 1962 auf eine Reise quer durch die USA - von Washington, D.C. nach Los Angeles. Unterwegs treffen sie auf eine Reihe schillernder Figuren, darunter eine charmante junge Flugbegleiterin, gespielt von Travoltas Tochter Ella Bleu (26). Der Streifen basiert lose auf den Erinnerungen des Schauspielers an seinen ersten Flug - ein Erlebnis, das in ihm eine lebenslange Leidenschaft für die Luftfahrt entfachte.

John Travolta schwärmt von seiner Tochter

Auf die Frage, ob er erneut Regie führen wolle, verweist Travolta auf eine Aussage von Adam Shankman über den Film "Hairspray". "Der Film vereinte alles, was er jemals auf der Leinwand umsetzen wollte und mir geht es mit diesem Buch und diesem Film genauso. Das ist mein Herz. Das ist meine Seele, die etwas zum Ausdruck bringen möchte. Meine Antwort auf die Frage, ob ich es wieder tun würde oder was es sein müsste: Es müsste mich auf diese Weise berühren."

Er könne sich jedoch gut vorstellen, erneut mit seiner Tochter zusammenzuarbeiten. Die gemeinsame Arbeit an diesem Projekt sei "die größte Freude" seines Lebens gewesen. "Ella ist eine so großartige Schauspielerin, und ich habe ihr beim Vorsprechen und in anderen Projekten zugesehen. Sie besitzt eine solche Tiefe und eine so außergewöhnliche Schönheit, dass ich es kaum erwarten konnte, sie in diesem Film so zu zeigen, wie ich mir das vorgestellt habe."

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